Was wären Sensorik und Messtechnik ohne Prüftechnik? Prüftechnik ist eine eigene Disziplin, ohne die die heute üblichen Qualitätsstandards bei den Produkten und in der Fertigung nie hätten erreicht werden können. Andererseits nutzt die Prüftechnik selbst Sensorik und Messtechnik, um genaue und reproduzierbare Ergebnisse zu liefern. Die SENSOR+TEST ist als Messtechnik-Messe also genau der richtige Ort, um die Besucher über den Stand der Prüftechnik und diverse Labormessgeräte zu informieren.
Bevor die Raumsonde BepiColombo der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der Japanischen Raumfahrtbehörde JAXA in diesem Jahr zum noch weitgehend unerforschten Merkur fliegt, müssen sich auch die Solargeneratoren Vielkanal-Schwingungsprüfungen unterziehen. Ein Hersteller liefert hierfür die Schwingregelsysteme, die in zwei Schränken mit jeweils 128 Eingangskanälen untergebracht sind (m+p international Mess- und Rechnertechnik GmbH, Hannover).
Klimaschränke simulieren realistische biologische, chemische und physikalische Umweltbedingungen im wissenschaftlichen und industriellen Labor. Wie in den vergangenen Jahren präsentieren auf der SENSOR+TEST auch die Hersteller von Prüfkammern ihre neuesten Entwicklungen. Dazu gehören z.B. Prüfschränke für Temperaturschocks. Sie arbeiten mit zwei Kammern, von denen eine bis +220 °C aufgeheizt und die andere bis -80 °C abgekühlt werden kann. Die Wechselzeiten betragen unter 10 s, wobei mehr als 1000 Wechsel ohne Abtauvorgang möglich sind.
Auf Basis eines Seriengeräts entwickelte ein Hersteller hochspezialisierte Sonderlösungen für Materialtests von Batterien und Akkumulatoren. Lebensdauer und Leistung werden mit Temperaturwechseltests mit pulsierendem Strom durchgeführt (BINDER GmbH, Tuttlingen).
Eine weitere Spezialität ist ein Baugruppen-Prüfschrank für die Elektro- und Elektronikindustrie. Auf 1,3 m² Standfläche bietet er einen Prüfrauminhalt von 550 l. Dies erlaubt Temperaturprüfungen von -60 bis +130 °C bei schnellen Änderungsgeschwindigkeiten von 4,5 K/min beim Heizen und 3,3 K/min beim Kühlen (Weiss Umwelttechnik GmbH, Reiskirchen-Lindenstruth und Vötsch Industrietechnik GmbH, Balingen-Frommern).
Die Durchführung von Belastungsanalysen ist für die Elektronikbranche unerlässlich. Durch die kombinierte Auswertung von Temperaturkurven und Bildern lassen sich exakte Angaben über den Zeitpunkt einer Funktionsbeeinträchtigung einzelner Bauteile machen.
Ein Hersteller von Umwelttechnik erweitert jetzt die Prüftechnik in Klimaschränken um zeitgesteuerte Bildaufnahmen. Die patentierte Lösung ordnet die von handelsüblichen Digitalkameras, Wärmebildkameras, Endoskopen oder Mikroskopen aufgenommenen Bilder eines Prüfobjektes den korrelierenden Messwerten zu. Dies ermöglicht eine wesentlich präzisere Auswertung als herkömmliche „blinde“ Tests bei gleichbleibend einfacher Bedienung der Software (Weiss Umwelttechnik GmbH, Reiskirchen-Lindenstruth).
Ein Hersteller von Präzisionsmesstechnik öffnet sein Gerätespektrum jetzt auch für verschiedene Software. Damit können die Geräte besser in bestehende Prüfstandsumgebungen eingebunden und softwaretechnisch nahtlos integriert werden. Erstmals stehen Treiber-Bibliotheken für die grafischen Entwicklungs-Tools wie NI LabVIEW und DASYLab bereit. Auch textbasierende Programmiersprachen werden unterstützt (DEWETRON GmbH, Ostfildern).
Ein französischer Hersteller von Materialprüfständen erweitert den Messbereich seiner Stand-alone-Zug- und Druckprüfstände auf 5 kN bei Durchbiegungen von 200 und 300 mm (Andilog Technologies, Vitrolles, Frankreich). Für höhere Kräfte bis 50 kN steht eine Doppelsäulen-Universalprüfmaschine vom selben Hersteller zur Verfügung. Wer sich aber mit all den Details der Prüfungen und Abnahmen nicht wirklich beschäftigen will, der findet auf der SENSOR+TEST auch qualifizierte Beratung.
Elektronische Lasten werden vor allem zur Prüfung von Netz- und Steuergeräten, Batterien, Brennstoff- und Solarzellen verwendet. Mit den neuen 360 bzw. 400 W leistungsstarken elektronischen Lasten können Spannungen bis 80 V oder Ströme bis 80 A im Konstantstrom-, Konstantwiderstand-, Konstantspannungs- und Konstantleistungsmodus erzeugt und so Stromversorgungen getestet werden. Mit dem Kleinstspannungsbereich im so genannten Operationsmodus kann man die Last unter 1 V bei 40 A betreiben (Telemeter Electronic GmbH, Donauwörth).
Stand: 08.12.2025
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Automatische Dichtheits- und Durchflussprüfungen führt ein kleines netzbetriebenes Tischgerät durch. Haupteinsatzgebiet ist das Prüfen von Musterteilen im Entwicklungs- und Vorserienstadium. Die verwendete Nachströmmethode erlaubt es, die Leckluftmenge direkt in cm³/min anzuzeigen (SI-special instruments GmbH, Nördlingen).