Endress+Hauser

225 Patentanmeldungen stellen neuen Rekord auf

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Peter Zinth von Endress+Hauser Wetzer in Nesselwang hat mit Wolfgang Steidle und Tobias Stückl einen umwelttechnischen Probenehmer für explosionsgefährdete Bereiche einsetzbar gemacht. Es handelt sich dabei um ein tragbares Gerät, das insbesondere in engen Kanalisationsschächten zum Einsatz kommt, wo etwa ein Funke zur Verpuffung von Faulgas führen könnte. Die Sicherheitsvorkehrungen sollten nicht auf Kosten des Handlings – eine einzelne Person soll den Probenehmer bedienen können – gehen. „Statt das ganze Gerät in eine explosionssichere Hülle zu stecken, haben wir die technischen Komponenten wie Antrieb, Pump-einheit und Steuerung so angepasst, dass jede für sich den nötigen Richtlinien zum Zündschutz entspricht“, sagt Peter Zinth. Bis auf die Farbe hat sich äußerlich nichts geändert – die Bedienung und das Gewicht sind praktisch identisch wie beim Standardgerät.

Ralf Reimelt und Herbert Schroth von Endress+Hauser in Maulburg haben die Präzision und Zuverlässigkeit der Füllstandmessung mit geführtem Radar verbessert. Bei diesem Messverfahren werden elektromagnetische Signale ausgesendet, die von der Flüssigkeit reflektiert und vom Sensor ausgewertet werden. Das Duo hat nun die Signalverarbeitung optimiert, indem es neben dem primären Echosignal „Störsignale“ einbaute, die als zusätzliche Referenzgrößen dienen. Einer dieser Bezugspunkte liegt nah am Prozess, aber noch im inaktiven Teil des Sensors, ein optionaler weiterer im aktiven Messbereich. Damit lässt sich nach Auswertung der Daten zuverlässig zwischen Messfehlern im Gerät (z.B. Temperaturdrift der Sensorzuleitung) und solchen, die vom Prozess hervorgerufen werden (z.B. Änderung der Signalausbreitung durch hohe Drücke), unterscheiden. „So kann die Messgenauigkeit insbesondere unter erschwerten Bedingungen erheblich vergrößert werden“, sagt Herbert Schroth. „Zugleich lässt sich das Messgerät ständig überwachen.“

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Der 4. Award für vereinfachtes Verfahren zur Herstellung von Einstabelektroden

Der vierte Award geht an Katrin Scholz, Stefan Auras, Sven Härtig und Jens Voigtländer von Endress+Hauser Conducta in Waldheim, die ein Verfahren zur Herstellung von Einstabelektroden – Glassensoren für die pH-Messung – entscheidend verbessert haben. Bei diesem Verfahren wird das Innenrohr eines doppelten Glasschafts mit einer dünnwandigen Glaskugel, dem eigentlichen Sensor, bestückt. Da dieser bisher noch von Hand gefertigt wurde, musste er aufgrund der dabei auftretenden Toleranzen auch manuell mit dem doppelten Glasschaft verschmolzen („angeblasen“) werden. Dank des maschinellen Ansetzens eines Hilfsglasrohrs wurde es nun möglich, gleichzeitig mit dem Einschmelzen des Diaphragmas die Öffnung für den Sensor so präzis zu formen, dass zugleich auch das Anblasen der Glaskugel maschinell erfolgen kann. „Neben der Einsparung von Arbeitszeit wurde ein Qualität erzielt, der manuell niemals zu erreichen gewesen wäre“, erklärt Jens Voigtländer.

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