Milliarden-Deal ABB verkauft Robotiksparte an japanischen Investor

Von Sandro Kipar 1 min Lesedauer

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Eigentlich sollte ABB Robotics im kommenden Jahr ein eigenständiges Unternehmen werden und sogar an die Börse gehen. Jetzt verkündet ABB den Verkauf der Sparte.

ABB will sich in Zukunft auf Elektrifizierung, Prozessautomation und Antriebstechnik konzentrieren.(Bild:  Sandro Kipar/VCG)
ABB will sich in Zukunft auf Elektrifizierung, Prozessautomation und Antriebstechnik konzentrieren.
(Bild: Sandro Kipar/VCG)

ABB hat den Verkauf seiner Robotiksparte an die japanische Softbank Group für rund 5,4 Milliarden US-Dollar bekanntgegeben. Dabei handelt es sich um einen Tech-Investor. Damit verzichtet ABB auf die ursprünglich geplante Abspaltung der Division als eigenständiges börsennotiertes Unternehmen, die im April angekündigt wurde. Der Abschluss des Verkaufs wird – vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen – für Mitte bis Ende 2026 erwartet.

Laut ABB-Vorsitzendem Peter Voser spiegelt das Angebot von Softbank „die langfristige Stärke der Robotiksparte wider“ und schafft „sofortigen Wert für die Aktionäre“. ABB-CEO Morten Wierod betonte, Softbank sei „ein exzellentes neues Zuhause für das Geschäft und seine Mitarbeitenden“. Beide Unternehmen teilten die Überzeugung, dass die Zukunft der Industrie in der Verbindung von Robotik und künstlicher Intelligenz liege.

Softbank-Chef Masayoshi Son bezeichnete die Übernahme als Teil seiner Vision von „Physical AI“ – einer neuen Ära, in der Robotik und Superintelligenz verschmelzen.

Mit dem Verkauf passt ABB seine Konzernstruktur an: Die Robotiksparte wird ab dem vierten Quartal 2025 als „Discontinued Operations“ geführt, während die Machine-Automation-Division künftig Teil des Geschäftsbereichs Process Automation wird. ABB erwartet aus dem Verkauf einen buchhalterischen Vorsteuergewinn von rund 2,4 Milliarden US-Dollar und Nettoerlöse von etwa 5,3 Milliarden US-Dollar.

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