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Und welche Vorteile bietet das dem Kunden?
Ein Riesenvorteil ist, dass wir applikationsspezifische Produkte quasi als Standard direkt auf Lager haben. So entstehen keine unnötigen Kosten, etwa in Form von Kleinstauftrags-Zuschlägen. Dafür hat das applikationsspezifische Produkt vielleicht einen Eingang oder eine Klemme mehr, als der Kunde eigentlich benötigt. Der Aufwand für eine kleine Anpassung ist aber in jedem Fall wesentlich geringer, als die komplette Abwicklung eines Einzelauftrags. Der Kunde hat dadurch den klaren Vorteil, dass er wesentlich schneller und kostengünstiger eine passende Lösung erhält.
Ein weiterer Aspekt ist, dass wir bisher zwar die Anforderungen der Kunden eingeholt, viel zu selten aber die dahinterstehenden Zielsetzungen hinterfragt haben. Unser Anspruch ist jedoch, echte Lösungen für den Kunden zu erarbeiten, die zudem die geschilderten Vorteile einer Quasi-Standardisierung bieten. Deshalb müssen wir das Problem des Kunden durch und durch verstehen. Häufig stellt sich nämlich beim Hinterfragen recht schnell heraus, dass hinter den vordergründigen Bedürfnissen eigentlich ein ganz anderes Problem steckt, das dem Kunden selbst noch nicht bewusst war. Und genau das macht es dann spannend – sowohl für den Weidmüller-Mitarbeiter, der berät, als auch für den Kunden, der von dieser besonderen Leistung profitiert.
Wie beschreiben Sie das AS-Leistungsspektrum nach der Zusammenlegung?
Neben der genannten Beratungsleistung auf Basis von Standardprodukten hat der Kunde natürlich weiterhin die Möglichkeit, eine individuelle Lösung für seine speziellen Bedürfnisse zu erhalten. Das kann von einfachen Hilfestellungen für seine Bestellvorgänge, zum Beispiel unsere kostenlose Software Rail-Designer, bis hin zu exklusiven OEM-Lösungen reichen. Solche Leistungen sind etwa für Kunden wie Siemens unerlässlich, da diese sich durch exklusive Lösungen eine Vorreiterstellung vor dem Wettbewerb sichern möchten.
Im Zentrum unserer Arbeit wird allerdings stehen, dass wir für die wichtigsten Applikationen in unseren Fokusmärkten mehr und mehr Standardlösungen entwickeln, von denen wir wissen, dass sie aktuelle Probleme des Kunden lösen und damit echten Kundennutzen stiften.
Warum meinen Sie, ist Weidmüller ein besonders guter Anbieter von passgenauen Lösungen für bestimmte Applikationen?
An vorderster Stelle würde ich hier unsere Leidenschaft nennen, perfekte Lösungen zu finden und schnell umzusetzen. Und diese Leidenschaft haben wir nicht nur zentral, sondern weltweit. Ein zweiter Punkt, der uns differenziert, ist das technische Verständnis rund um die Applikation. Das haben wir vor allem dadurch aufgebaut, dass wir Applikationsingenieure einsetzen – also Ingenieure, welche die Anwendungen unserer Kunden bis ins Detail verstehen.
Auf diese Weise sind wir in der Lage, Lösungen zu entwickeln, die echten Kundennutzen stiften. Hinzu kommt, dass wir eine sehr gute Vertriebsmannschaft haben. In Kombination mit unserem Marketingkonzept, das den besonderen Nutzen und die entsprechenden Produktbeschreibungen vermittelt, wird es dem Geschäftsfeld gemeinsam mit dem Vertrieb gelingen, die Kunden mit unserer Leidenschaft anzustecken.
Sie erwähnten gerade die weltweite Leidenschaft. Wie international wird das Geschäftsfeld Applikationsspezifische Lösungen denn agieren? Gibt es einen Fokus auf eine bestimmte Region?
Das neue Segment hat originär keinen regional bestimmten Fokus. Das hängt damit zusammen, dass die von uns generierten Produkte für Bereiche auf der ganzen Welt sinnvoll sind. Es mag kleine Unterschiede geben, etwa zwischen einem speziellen Überspannungsschutz für Russland, die USA, Japan oder Italien. Das Grundprinzip ist aber überall ähnlich. Beispielsweise wurde Pocon mit einem russischen Kunden entwickelt und jetzt interessieren sich deutsche Stromanbieter für die Lösung.
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