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AS-I Gateway mit OPC UA für die technologie- und zukunftssichere Vernetzung
„Safe für die nächsten fünf Jahre“ – dies war eine der Vorgaben bei der Entwicklung der neuen, leistungsfähigen AS-i Gateway Plattform mit OPC UA von Bihl+Wiedemann. Darin werden beispielsweise Dual-Core-Prozessoren mit 800 MHz eingesetzt, was einer 100-fachen Leistungssteigerung im Vergleich zu den Gateways der ersten Generation betrifft, um den mittelfristig absehbaren Anforderungen an die Rechenleistung der Geräte zu genügen. Diese ist für Standardanwendungen in der Smart Factory ebenso erforderlich wie für zunehmend aufwändigere Sicherheitskonzepte in immer komplexeren Umgebungen, beispielsweise der Antriebstechnik und der Robotik.
Auch die Datenschnittstelle OPC UA verspricht eine hohe Zukunftssicherheit: es ist eine herstellerunabhängige, offene Kommunikationsplattform mit einheitlicher Architektur, die international derzeit am weitesten verbreitet ist und mit Blick auf die IT-Security über integrierte Sicherheitsmechanismen wie RSE oder AES verfügt – und damit stringente kryptografische Konzepte ermöglicht. Die AS-i Gateways verfügen zudem über ein weiteres Sicherheitsmerkmal: physisch getrennte Netzwerkschnittstellen. Dadurch wird der nicht autorisierte Zugriff von einem Netzwerk zum anderen deutlich erschwert – und gleichzeitig die Segmentierung von Einzelsystemen signifikant erleichtert.
Aus der Praxis: Vertikale Konnektivität in der gerätetechnischen Umsetzung
Abgesehen vom zunehmenden Grundrauschen des Marktes in Sachen OPC UA hat die Entwicklung der neuen AS-i Gateway Plattform einen ganz direkten Bezug zur Praxis: die Anfrage von Kunden, die die AS-i Gateways mit OPC UA von Bihl+Wiedemann als rein lokale Lösung an der SPS vorbei mit einem Bediengerät verbinden wollen. Hieraus entstanden ist als erstes Gerät mit der neuen Plattform das AS-i 3.0 Ethernet/IP + Modbus TCP Gateway BWU3693 mit OPC UA und integriertem Sicherheitsmonitor. Die universelle Schnittstelle ermöglicht den Datendurchgriff über alle Automatisierungs-, IT-, MES- und ERP-Ebenen bis in die Cloud. Die Komponenten unterschiedlicher Hersteller können in standardisierter Form vernetzt und ihre Daten auch auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets verarbeitet, analysiert und dargestellt werden.
Nach der Messe SPS IPC Drives in Nürnberg liegen weitere Anfragen unter anderem auch für Profinet Gateways mit OPC UA vor, die sich auf Projekte in der Umsetzung von Industrie 4.0 beziehen. Dabei geht es um ganz unterschiedliche Themenfelder: die Analyse von Schwachstellen in Prozessen und Produktionsabläufen, die Einbindung in Visualisierungstools oder Condition-Monitoring-Anwendungen, die Überwachung der Werkzeugabnutzung im laufenden Prozess, die direkte Anbindung der Feldinstrumentierung an die Leitwarte ohne aufwändige Parallelverdrahtung, die informationstechnische Zusammenführung modularer Anlagen über ein einziges Protokoll für alle Datenübergabepunkte oder die Analyse großer Datenmengen mit Hilfe intelligenter Algorithmen.
Die Integration der OPC UA Schnittstelle in die AS-i Gateways von Bihl+Wiedemann schafft die Voraussetzung, um die digitale Vernetzung der industriellen Produktion mit der sie begleitenden Informationstechnologie noch vielseitiger und effizienter zu gestalten.
* Dipl.-Ing. (BA) Johanna Schüßler, Produktmanagerin bei der Bihl+Wiedemann GmbH, Mannheim
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