Elektromobilität BMW i concept setzt auf Elektroantrieb
BMW überrascht mit einem Elektrofahrzeug in gänzlich neuem Design. Sein Elektroantrieb kann Energie rückgewinnen, eine Gaspedalkennlinie ermöglicht energieoptimiertes Fahren. Das führt zu längeren Reichweiten.
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Es will mehr sein, als ein einfaches Elektroauto, es will faszinieren, es will inspirieren: BMWi 3 concept soll stehen für visionäre Fahrzeuge und Mobilitätsdienstleistungen. Die ersten zwei Spezies dieser neuen BMW-Submarke, der BMW i3 und BMW i8, zeigten sich erstmals der Öffentlichkeit auf einer Vorpremiere in Frankfurt zur diesjährigen IAA. „Mit den maßgeschneiderten und nachhaltigen Mobilitätslösungen von BMW i bricht für die Automobilindustrie eine neue Ära der individuellen Mobilität an.“ formuliert Ian Robertson, Mitglied des Vorstands der BMW AG für Vertrieb und Marketing, den Anspruch.
Von 0 auf 60 in 4 s
Der BMW i3 adressiert als erstes rein elektrisch angetriebenes Serienfahrzeug von BMW gezielt die zukünftigen Anforderungen an Mobilität. „Dieses Autokonzept nutzt eine neue Architektur mit all den neuen Möglichkeiten und Potentialen des Konzepts. Es ist das erste Premium-Elektrofahrzeug der Welt“, sagt Andreas Feist, Leiter Fahrzeugprojekt BMW i3.
Den Elektromotor hat BMW selbst entwickelt, eine permanent erregte Hybrid-Synchron-Maschine, die immerhin 125 kW entsprechend 170 PS leistet. Das volle Drehmoment von 250 Nm steht, wie es sich für den Elektromotor gehört, bereits ab Stillstand zur Verfügung. Es muss nicht wie beim Verbrennungsmotor über die Drehzahl aufgebaut werden. Entsprechend sind die Beschleunigunswerte angegeben: Von 0 auf 60 km/h in unter vier Sekunden, nach acht Sekunden erreicht der Wagen die 100-km/h-Marke.
Rückspeisung ermöglicht das „Segeln“
Das einstufig ausgelegte Getriebe überträgt die Kraft optimal auf die Hinterräder. So kann der Fahrer ohne Zugunterbrechung auf bis zu 150 km/h beschleunigen. Dann regelt eine Elektronik den Motor ab, und zwar aus Gründen der Effizienz, denn ein noch schnelleres fahren würde die Reichweite nur unnötig einschränken. Der Antrieb ist direkt über der angetriebenen Achse verbaut und ermöglicht so optimale Fahreigenschaften, wie man sie von einem BMW-Heckantrieb kennt.
Nimmt der Fahrer seinen Fuß vom Pedal, arbeitet der Elektromotor als Generator. Die aus der Bewegung gewonnene Energie wird in die Batterie zurückgespeist, dabei bremst der Motor ab.
Neu: „One-Pedal-Feeling
Bei vorausschauender Fahrweise kann man so rund 75 Prozent aller Verzögerungsvorgänge einleiten, ohne aktiv und damit energiezehrend bremsen zu müssen. Rekuperation nennt sich dieser Vorgang, der die Reichweite um 20 Prozent verlängern hilft. Erst, wenn der Fahrer kräftig auf das Bremspedal tritt, greift zusätzlich eine koventionelle Bremsanlage. BMW spricht vom einzigartigen „One-Pedal-Feeling“, beschleunigen und bremsen mit dem Gaspedal, nennt diese Gefühl „Segeln“.
Mehr Platz dank Elektromotor
Das Fahrpedal ist neutral eingestellt, das Fahrzeug rekuperiert nicht sofort, geht der Fahrer mal vom Gas. Über die Nullmomentenregelung „kuppelt“ der Elektromotor aus und nutzt die eigene Bewegunsgenmergie für den Vortrieb, das Auto gleitet dann nahezu ohne Energieverbruach dahin. Der Nutzen, wie gesagt: mehr Reichweite. Und weil Elektroantrieb kompakter sind, als vergleichbare Verbrennungsmotoren, bleibt mehr Platz für den Innenraum. Motor einschließlich Leistungselektronik und Getriebe mit Differential befindet sich über der Hinterachse und schränkt den verfügbaren Innenraum in keiner Weise ein.
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