Cybersicherheit Das sind die Cybersecurity-Trends 2024

Von Sandro Kipar 2 min Lesedauer

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In einer vernetzten Industrie spielt die Cybersicherheit eine entscheidende Rolle. Um den vielfältigen Bedrohungen begegnen zu können, werden etwa Cybersecurity-Allianzen immer wichtiger.

Cybersecurity sollte 2024 strategische Priorität für Unternehmen jeder Größe sein. (Bild:  TÜV Rheinland)
Cybersecurity sollte 2024 strategische Priorität für Unternehmen jeder Größe sein.
(Bild: TÜV Rheinland)

TÜV Rheinland hat seine Cybersecurity-Trends 2024 veröffentlicht. Laut einer Mitteilung habe sich die Angriffsfläche für Cyberkriminelle erheblich vergrößert. Besonders kleine und mittlere Unternehmen würden ihre Gefährdung dabei oft unterschätzen. Auch große Unternehmen mit hohen Sicherheitsstandards seien nicht immun.

So dominieren Phishing und Ransomware-Angriffe weiterhin die Bedrohungslandschaft. Unter „Phishing“ versteht man das Abgreifen von persönlichen Daten, etwa Informationen zum Bankkonto oder Passwörter zu Online-Accounts. Bei Ransomware handelt es sich in der Regel um Angriffe mit einem Schadprogramm, das die Nutzerdaten des Ziels verschlüsselt und nur gegen ein Lösegeld wieder rausgibt. TÜV Rheinland geht davon aus, dass diese Angriffe 2024 professioneller werden. Dies liege unter anderem daran, dass Cyberkriminelle sich immer besser organisieren. Auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz kann die Angriffe effektiver machen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Sicherheitslücken bei den Unternehmen, heißt es weiter.

Angriff über Dritte

Eine neue Methode der Cyberkriminellen ist laut TÜV Rheinland die „Supply-Chain-Attacke“. Dabei wird nicht das Ziel direkt angegriffen, sondern eine Schwachstelle innerhalb der Lieferkette ausgemacht. Die Angreifer kompromittieren Module oder Komponenten eines Produkts des Zulieferers und umgehen so die Sicherheitsmechanismen des Hauptziels. Unternehmen können sich mit einem aktuellen Software-Asset-Inventar oder mit clientseitigen Schutztools laut TÜV Rheinland gegen solche Angriffe schützen. Auch sei es Hilfreich, Lieferanten und Drittanbieter für solche Fälle zu sensibilisieren.

Cyberattacken sind längst mehr als ein Ärgernis. Sie können im schlimmsten Fall sogar die wirtschaftliche Existenz bedrohen. Ein weiterer Trend sei deshalb die Bildung von Allianzen für Cybersicherheit. Ein zentrales Element in diesen Allianzen ist der Informationsaustausch, heißt es weiter. Mitglieder können so schneller auf neue Bedrohungen und Vorfälle reagieren. Gleichzeitig können Unternehmen so gemeinsam fortschrittliche Technologien, neue Best Practices und gemeinsame Standards entwickeln. Zu diesen globalen Allianzen gehören unter anderem die Information Sharing and Analysis Centers (ISACs), die Global Cyber Alliance (GCA), die Cyber Threat Alliance und die European Union Agency for Cybersecurity (ENISA).

Einen Überblick über die Trends gibt es auf der Website von TÜV Rheinland.

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