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Verbindungsboxen für Warte und Feld
Ring-Topologien erfordern eine direkte Verbindung von Gerät zu Gerät. Fraglich ist, ob der Weg über Patch-Felder weiterhin sinnvoll ist. Alternativ kann bei kurzen Kanallängen innerhalb von Warten eine Leitung direkt von Gerät zu Gerät führen. Bei der elektrischen Verkabelung sind bei Streckenlängen von über 10 m Leitungen einzusetzen, die einen größeren Querschnitt haben, als die bei Patch-Leitungen üblichen AWG 26.
Hier können die in der Automatisierungstechnik genutzten Leitungen in den Querschnitten AWG 24 oder AWG 22 eingesetzt werden. Sie erlauben eine direkte Steckerkonfektionierung und müssen nicht über ein zusätzliches Anschlussmodul geführt werden. Bei der Verkabelung mit Lichtwellenleitern kann die Verbindung zwischen den Geräten innerhalb der Warte mittels Breakout-Leitung auf einfache Weise hergestellt werden, ohne dass dazwischen in der Ringtopologie gespleißt werden muss.
Mit dezentraler Vernetzung Teilnehmer direkt in den Prozess einbinden
Mit Komponenten, die innerhalb von Warten eingesetzt werden, kann keine zuverlässige Verkabelung im Feld erfolgen. Hier leistet die Automatisierungstechnik wertvolle Unter-stützung, denn mit dezentraler Vernetzung werden Teilnehmer direkt in den Prozess eingebunden. Dort sind sie Umweltbelastungen ausgesetzt, wie sie von Schaltanlagen im Freien bekannt sind. Gängige konfektionierte Leitungen in hohen Schutzarten für die elektrische und optische Verkabelung stehen damit zur Verfügung.
Kommt es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zum Ausfall, steht die schnelle Wiederherstellung der Verbindung im Vordergrund. Vorteilhaft ist es dann, wenn statt eines aufwendigen Konfektionsprozesses – wie etwa beim Spleißen - einfach nur ein Steckverbinder gesteckt wird.
Mit Verbindungsboxen für den Einsatz in Warte und Feld erfolgt auch das Patchen der Verbindungsfasern auf einfache Weise, die Fasern müssen nicht gespleißt werden. Bei der elektrischen Verkabelung ist es vorteilhaft, wenn der Steckverbinder auf der Baustelle ohne Spezialwerkzeug angeschlossen wird, und die geforderte Datenübertragungsqualität ohne aufwendiges Messen erreicht wird.
Wartungsfreundlich mit neuem Komponenten-Ansatz
Im Umfeld von Warten besteht Bedarf für robuste Lichtwellenleiter-Stecksysteme in Rechteck- und Zirkular-Bauform. Gleichzeitig sind höhere IP-Schutzarten für Anwendungen im Außenbereich in Warte und Feld gefordert. Die vorhandene Technik in niedriger Schutzart reicht oft nicht aus.
LWL-Stecksysteme in der Schutzart IP20 sitzen in Zentralwarten im Schaltschrank oder in Kabelendverteilern (KEV) auf dem Boden der Schaltwarten. Die KEV in der Schutzart IP20 haben Beinchen und funktionieren so auch bei Wassereintritt. Mittels LWL-Steckverbindern an Anschlussdosen in der Schutzart IP65/67 ist ein Lichtwellenleiter-Management als KEV mit hoher Schutzart möglich. Die Anschlussdosen lassen sich auf Hutschienen oder dem Boden montieren und sind auch für Außenanwendungen geeignet.
LWL-Stecksysteme für die Direktverkabelung von Warten im Feld
Auch zirkulare Lichtwellenleiter-Stecksysteme in robuster Bauform eröffnen Möglichkeiten der Direktverkabelung von Warten im Feld. Anstatt in fest gemauerten Gebäuden wird die Technik in Containern auf die grüne Wiese gestellt, direkt mittels LWL-Steckverbindern an Außenkabel untereinander oder mit der Zentralwarte verbunden.
Systeme können kurzfristig in Betrieb gehen und sind gleich voll funktionsfähig. Speziell bei Ausfall hochfaseriger Kabelstrecken spart Direktstecktechnik gegenüber dem Spleißen Zeit, die ansonsten für Fehlersuche und Einspleißen neuer LWL-Kabel gebraucht werden.
Hannover Messe: Halle 9, Stand F40
* Bernd Horrmeyer, Fachreferent für Industrielle Netzwerkverkabelung; Claus Wissig, Senior Projektmanager Geräteverbindungstechnik; Phoenix Contact, Blomberg
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