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Moderne Pumpstation ersetzt Kläranlage
Im Jahr 2014 wurde die bestehende Kläranlage durch eine moderne Pumpstation ersetzt, die das Schmutzwasser der Gemeinden Muthmannshofen und Frauenzell nun mittels einer knapp 6 km langen Druckleitung nach Kimratshofen fördert und anschließend der Kläranlage des Abwasserverbands Kempten zuführt. Diese Druckleitung war nötig, um die bestehenden Höhenunterschiede zu überwinden. Die Besonderheit dieses Abwasserpumpwerks ist unter anderem das Feststoff-Trennsystem, mit dem die Pumpen des Herstellers KSB ausgestattet sind: Diese kommen nur mit dem vorgereinigten Abwasser in Berührung, da in der Zulaufphase grobe Feststoffe und Abwasser getrennt werden.
Beijer Electronics: vertraut mit Abwassertechnik
Im Rahmen des Pilotprojekts sollte unter anderem das in der Kemptener Zentrale bestehende Prozessleitsystem auch im 15 km entfernten Muthmannshofen mit einer ähnlichen Performance bedient werden können. Bei der Umsetzung der Elektrotechnik wurde dabei auf bewährte „State of the Art“-Lösungen zurückgegriffen. Als Steuerung ist eine Siemens S7/300 sowie ein Prozessleitsystem eines namhaften Herstellers im Einsatz. Die Verbindung zum zentralen System wird mittels GPRS aufgebaut.
Im Zuge eines Nachtragsangebots schlug Tronik D Sign die technische Verbesserung des Projektes durch Einsatz eines Bedienpanels zur Visualisierung der Abläufe im Pumpwerk vor. Nach Evaluierung dieses Vorschlags als wertvolle Zukunftsinvestition entschied man sich für das iX-HMI-Bedienpanel von Beijer Electronics. Das Unternehmen aus Nürtingen hat bereits Erfahrung mit dem Einsatz ihrer Produkte in der kommunalen Abwassertechnik und ist somit mit den Herausforderungen auf diesem Gebiet vertraut.
Industrie-PC: Visualisierung in HD
Die Visualisierung wird nun auf einem 21“-Panel-PC dargestellt, der nicht zuletzt durch seine Größe hervorragende Visualisierungsmöglichkeiten bietet. Das Modell T21C ist ein vollwertiger Industrie-PC, der einen Intel Core i7 2715QE mit 4 x 2.1 GHz verwendet. Grafiken sind mit 1920 x 1080 Pixeln darstellbar und erreichen damit HD-Standard. „Wir setzen seit vielen Jahren Beijer-Produkte ein und sind damit sehr zufrieden. Der kostenlose Support und schnelle Reaktionszeiten helfen uns über manche Hürde hinweg“, begründet Ulrich Karg, Kommunikationselektroniker bei Tronik D Sign.
Die von Beijer Electronics entwickelten Geräte sind robust und langlebig und lassen sich dank resistiver Touch-Oberfläche selbst mit Arbeitshandschuhen problemlos bedienen. Die TxC-Produktfamilie umfasst leistungsfähige Panel-PCs für große und komplexe Anwendungen. Alle Modelle verfügen über hochauflösende Displays in 12, 15 oder 21 Zoll im Widescreen-Format und sind in verschiedenen Leistungsklassen erhältlich. Sie erfüllen unterschiedliche Anforderungen an komplexe Visualisierungsprojekte und sind meist mit bestehenden Projekten von Drittanbietern kompatibel.
Mehr als ein einfaches Bedienterminal
Franz Beer, Geschäftsführer des Abwasserverbands Kempten, ergänzt, dass ein solcher Komfort in der Bedienung und Überwachung der Anlage vor Ort bisher nicht denkbar war. Die aktuelle Lösung bietet vielfältigere Möglichkeiten als ein einfaches Bedienterminal. „Durch den Einsatz modernster Hardware in Kombination mit dem vorhandenen Prozessleitsystem können wir viel Zeit und Geld sparen, denn eine Einarbeitung der Mitarbeiter ist damit nicht nötig. Alle wichtigen Parameter lassen sich visualisieren und bei Bedarf anpassen.“
Immer besseres Wasser
Durch die Weiterleitung des Abwassers in eine leistungsstarke Kläranlage wurde die Belastung des örtlichen Baches erheblich reduziert. Aufgrund des Erfolgs ist eine Ausweitung des Konzepts in der Diskussion, weil viele der 40 angeschlossenen Außenstationen nicht mehr zeitgemäß sind. Eine weitere Verbesserung der Gewässergüte der oberen Iller kann dann dazu führen, was sie einst war – ein Paradies für den Huchen.
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