Kommentar
Die fünfte (R)evolution: Was Industrie 5.0 für Unternehmen wirklich bedeutet

Ein Gastkommentar von Jochen Reiß* 6 min Lesedauer

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Die Vernetzung der Produktionsumgebungen weltweit hin zu einer Industrie 4.0 ist noch immer in vollem Gange. Doch immer mal wieder taucht bereits die nächste Versionsnummer auf. Was verbirgt sich hinter der Industrie 5.0?

Rücken Mensch und Maschine im Konzept der Industrie 5.0 noch näher zusammen, um nachhaltiger zu produzieren?(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Rücken Mensch und Maschine im Konzept der Industrie 5.0 noch näher zusammen, um nachhaltiger zu produzieren?
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Auf der Hannover Messe 2011 kam zum ersten Mal der Begriff der Industrie 4.0 auf – seinerzeit im Zusammenhang mit der deutschen Fertigungsindustrie verwendet. Es ging um eine Vision einer vierten Industriellen Revolution, deren Kern darin bestand, dass Maschinen und automatisierte Systeme in der Produktion miteinander vernetzt sind und Daten in Echtzeit austauschen. 2017 dann präsentierte der japanische Wirtschaftsverband auf der CeBIT die Idee einer Society 5.0. Das Ziel: die Gesellschaft als Ganzes digital zu transformieren. Darauf wiederum basiert die Weiterentwicklung des industriellen Konzepts: Industrie 5.0.

Industrie 5.0 soll, kurz zusammengefasst, die technologische Innovation der Industrie 4.0 mit der Allgemeinwohlorientierung der Society 5.0 verknüpfen. Sie betrachtet den Erfolg von Unternehmen aus einem breiteren Blickwinkel und geht davon aus, dass nachhaltiges Unternehmenswachstum sowohl vom individuellen als auch vom gesellschaftlichen Wohlergehen abhängt – und dazu beiträgt.