Kabel und Leitungen für die Robotik

Die müssen was aushalten - Kabel für die Königsdisziplin

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Dürr: Individuelle Konfektionierung für den Plug-and-Play Einsatz

Ein weiteres Kundenbeispiel ist Dürr, ein globaler Systempartner der Automobil- und Zulieferindustrie und Weltmarktführer in der Lackier-, Auswucht- und Reinigungstechnik.

Der Geschäftsbereich ADP/Systems Robotik bei Dürr stellt Lackierroboter her. Deren Aufgabe ist es, den Zerstäuber während der Lackierung im konstanten Abstand senkrecht zur Karosserieoberfläche zu führen, und so einen gleichmäßigen Lackauftrag zu gewährleisten. Zudem gibt es in der Fertigung häufig Modellwechsel, neue Fahrzeugdesigns und neue Lacksysteme, die von Dürr ein hohes Maß an Flexibilität und Innovationskraft erfordern. Ein Lackierroboter kann in 10 Sekunden von einer Lackfarbe zur anderen wechseln, und das bei minimalem Materialverlust.

„Bei unseren Robotern sind Leitungen im Einsatz, die enormen Belastungen ausgesetzt sind. Das sind Torsionsbewegungen von 180 Grad pro Meter, die das Kabel einfach mitmachen muss. Und das nicht nur zweimal, sondern millionenfach. Darauf können wir uns bei Lapp verlassen", erläutert Heiko Kamp aus der Dürr Produktentwicklung Steuerungstechnik.

Bei der Zusammenarbeit mit Lapp geht es um die Verkabelung im Inneren von Lackier-Robotern. Die Herausforderung dabei besteht im geringen Biegeradius sowie den sehr starken Torsionsbewegungen, die entstehen, wenn ein Roboter beispielsweise das Innere von Fahrzeugtüren lackiert. Dürr hat daher sehr konkrete Anforderungen an Biegeradius und Torsionsfähigkeit der Kabelsysteme.

Neben Kabel-Sonderanfertigungen konnte Lapp zusätzlich eine individuelle Konfektionierung anbieten. Durch die Montage von speziellen Rundsteckverbindern kann die Verkabelung als fertig einsetzbare Plug&Play-Lösung an den Kunden geliefert werden. So konnte Dürr seine Prozesse verschlanken, viel Zeit und Aufwand sparen und sich noch stärker auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Zudem erhöhen komplett aufeinander abgestimmte und getestete Systeme aus einer Hand die Sicherheit und die Standzeit der Roboter.

Lösungen von Dürr sind weltweit im Einsatz – überall wo Fahrzeuge und Fahrzeugteile produziert werden. Daher war auch eine globale Ausrichtung der Komponentenlieferanten mit Global Sourcing ein Anspruch des Unternehmens den Lapp erfüllen konnte.

„Wir setzen auf die Kompetenz von Lapp, für uns in diesem Bereich Spezialkabel zu entwickeln und zu fertigen", erklärt Heiko Kamp. „Auch, wenn es darum geht, Neuland zu betreten. Es gibt immer wieder neue Ideen. Um die umzusetzen, braucht es oft Speziallösungen. Kabel und Stecker, die es eben nicht von der Stange gibt. Da fühlen wir uns bei Lapp bestens betreut."

Neue Einsatzbereiche und Märkte für die Robotik

Roboter werden jedoch nicht nur von Global Playern, sondern zunehmend auch von kleineren Betrieben und im Mittelstand eingesetzt. Frank Rothermund erläutert den Hintergrund: „Die Systeme werden kleiner, mobiler, preisgünstiger und flexibler, das heißt schneller und einfacher neu programmierbar. Damit werden sie auch für mittlere oder kleine Produktionsmengen interessant.“

Dazu kommen neue Marktteilnehmer: „Google zum Beispiel kaufte im letzten Jahr neun Roboterfirmen auf. Vor diesem Hintergrund sehen Marktexperten für die Robotik eine ähnlich breite technologische Entwicklung und die Realisierung neuer kommerzieller Marktpotenziale voraus, wie beispielsweise bei der Umstellung von traditioneller auf digitale Fotografie.“

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