Materialdatenmanager

Die Stellschraube für Rentabilität

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Herausforderung 1: Lagervielfalt minimieren

Jedes Bauteil, das zwecks Instandhaltung im Lager liegt, kostet beim Einkauf bares Geld und bindet wertvolles Kapital durch seine elektronische und physische Verwaltung im Lager. Um dem entgegenzuwirken, standardisieren Betreiber gern ihr Materialportfolio über Freigabelisten.

Wichtig: die Pflege der Bauteile inklusive Verfügbarkeit und Nachfolge ist für sie geregelt. Betreiber können sich darauf verlassen, dass die Bauteilinformationen stets aktuell sind, und für abgekündigte Bauteile definieren die Hersteller Nachfolgegeräte und verknüpfen diese mit dem Vorgänger, so dass der durchgängig nachvollziehbare Lebenslauf eines jeden Bauteils gesichert ist.

Freigabelisten für neue Projekte werden nicht mehr verteilt, sondern auf der gemeinsamen Plattform abgeholt. Beantragen Zulieferer über den MDM neue Bauteile, kann der Anlagenbetreiber diese in einer Freigabeliste entweder global oder projektspezifisch als Sonderfreigabe bestätigen. Dabei hat er die Chance zu prüfen, ob im MDM schon vergleichbare Bauteile vorhanden sind, um neue Varianten zu vermeiden.

Herausforderung 2: Definierte Materialanforderungen

Das Definieren und Veröffentlichen ihrer Wunschmaterialien in Form von Freigabelisten ist das Eine, das Andere, diese Anforderung zusammen mit den Zulieferern auch umzusetzen. Üblicherweise werden neue Produktionseinheiten daraufhin nur vereinzelt durch manuelle Stichproben an der Maschine oder in der Stückliste überprüft und abgenommen.

Mit dem MDM ist diese Prüfung der Stückliste ein Knopfdruck!

Anlässlich vereinbarter Meilensteine im Projekt, wie z.B. Vorabstand vor Planung, Inbetriebnahme oder Endstand, importieren die Zulieferfirmen ihre Stücklisten in die MDM-Projektstruktur. Hier werden sie automatisiert auf Freigabe geprüft. Zusätzlich erleichtert der Blick in die ebenso hochgeladene CAD-Dokumentation (PDF) den Abnahmeprozess.

Herausforderung 3: Maschinendaten weiterverarbeiten

Die in den MDM importierten Stücklisten können für unterschiedliche Auswertungen genutzt werden, so etwa das einfache Aufsummieren der Einzelstücklisten zu Bestelllisten pro Projekt oder Standort. Wer gewünschte Informationen für ein definiertes Zeitfenster benötigt, referenziert auf das Einstelldatum der Stücklisten.

Echte Praxisnähe beweist der MDM auch durch die Möglichkeit für jeden Anlagenbetreiber, eigene Datenfelder zu definieren und zu pflegen. Dies kann z.B. die eigene Lagernummer sein, die dann über die CAD-Schnittstelle in die Stückliste übernommen wird und somit automatisch in die Anlagendokumentation für die spätere Instandhaltung einfließt. Die MDM-Schnittstellen sind daher substanziell für die weitere Datenverarbeitung. Dazu zählt z.B. die Möglichkeit, Stücklistendaten aus dem MDM mit den Daten eines betreffenden Lagersystems abzugleichen. In der MDM-Stückliste werden Bauteile als Ersatz- oder Verschleißteil gekennzeichnet, was in der Praxis die Wertigkeit der Daten erhöht und damit Rückschlüsse auf die Bevorratung erlaubt.

Herausforderung 4: Instandhaltung unterstützen

Auch während der Betriebsphase einer Maschine oder Anlage ist der MDM als Datenquelle hilfreich. Stellt sich z.B. ein Bauteil als störanfällig heraus, das ggf. gesamtheitlich ausgetauscht werden soll, liefert der Materialdatenmanager über die eingestellte oder importierte Stückliste den entsprechenden Verwendungsnachweis. Stellt der Bauteilhersteller bereits einen Nachfolgertyp zur Verfügung, weist der MDM darauf hin.

Vom MDM kommen wertvolle Auskünfte

In der Praxis des Maschinen- und Anlagenbaus kann das wie folgt ablaufen: Mittels Lebenslaufdaten wie zum Beispiel. Ersatzteilverfügbarkeit oder Gebrauchsdauer hinterlegen Bauteilehersteller wichtige Informationen sowie auch Termine. So sind zum Beispiel die „Aufforderung zur Resteindeckung“ oder „Ende des aktiven Vertriebs“ und „Ende Ersatzteilbezug“ für den Instandhalter und Ersatzteilversorger wertvolle Auskünfte.

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