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Materialdatenmanager Die Stellschraube für Rentabilität

| Redakteur: Reinhard Kluger

Der durchgängige Materialfreigabeprozess stellt die Weichen in Richtung hoher Bauteilqualität, reduzierter Bauteilevielfalt und hoher Zuliefererintegration – mit nur wenigen Schnittstellen. Die Stellschraube der Materialdaten ist mit dem Materialdatenmanager (MDM) aufs Feinste justierbar.

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Online engverzahnte Prozesspartner per integriertem Workflow über den MDM.
Online engverzahnte Prozesspartner per integriertem Workflow über den MDM.
(Bild: VESCON)

Betreiber großer, komplexer Produktionsanlagen haben es bei jedem Projekt selbst in der Hand: Schon im frühen Planungsprozess stellen sie mit einem durchgängigen Materialfreigabeprozess die Weichen in Richtung hoher Bauteilqualität, reduzierter Bauteilevielfalt und hoher Zuliefererintegration mit nur wenigen Schnittstellen. Drei maßgebliche Faktoren für Betreiber, denen es darum geht, dass ihre Anlagen zuverlässig auf Hochtouren laufen. Die Stellschraube der Materialdaten kann man in der Praxis mit der Online-Lösung Materialdatenmanager (MDM) aufs Feinste justieren.

Online eng verzahnte Geschäftspartner

Über integrierte Workflows verbindet der Materialdatenmanager der VESCON die Projektbeteiligten über den gesamten Anlagenlebenszyklus: Betreiber nebst Planung und Instandhaltung, Zulieferer und Bauteilehersteller. Als zentrale, gemeinsame Arbeits- und Kommunikationsplattform ermöglicht der MDM durchgängige Datenflüsse mit hoher Materialtransparenz. Bauteilhersteller mit unterschiedlichsten Portfolios pflegen ihre durch technische Daten und Datenblätter umfassend beschrieben Produkte in den MDM-Datenpool ein. Auf direktem Weg beantragen sie auch gleich hier beim Anlagenbetreiber die Freigabe für ihre Geräte, Bauteile und Systeme. Auch Produktneuerungen und -nachfolger werden über diesen Prozess eingesteuert, so dass der gesamte Lebenslauf eines jeden Bauteils im MDM historisch nachvollziehbar bleibt.

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Über unterschiedliche Auswertungen wird für die Bauteilhersteller transparent, welche Produkte wie viele Freigaben besitzen oder in Stücklisten Verwendung finden.

Einheitliche Freigabelisten im Unternehmen

Anlagenbetreiber reduzieren dank Bauteilehersteller und Materialdatenmanager den Pflegeaufwand für ihre freigegebenen Materialien. Im MDM werden ca. 80 % der Bauteildaten durch die jeweiligen Hersteller gepflegt, die restlichen Daten pflegt die MDM-Community. Gleichzeitig ermöglicht ihnen der MDM als gemeinsame, zentrale Plattform, ihre Freigabelisten unternehmensweit zu vereinheitlichen und z.B. nach Standort oder Technologien zu strukturieren.

Auch als Brücke zu ihren Zulieferer funktioniert der MDM für Anlagenbetreiber. Für anstehende neue Projekte ordnen sie die gewünschte Freigabeliste z.B. nach Art eines Baukastensystems zu und geben diese Projekte für die betreffenden Zulieferfirmen frei.

Zulieferfirmen erfahren so, welche Bauteile sie für ihre Aufträge verwenden dürfen. Über Schnittstellen übernehmen sie die MDM-Daten in die Artikelverwaltung ihrer CAD-Systeme, z.B. EPLAN P8. Fehlen im Zuge der Projektierung Bauteile, können neue MDM-Bauteile über den MDM direkt beim Betreiber beantragt werden.

Auch das Bereitstellen der Anlagendokumentation zu Prüfzwecken unterstützt der MDM wirkungsvoll. Arbeitet die Zulieferfirma mit der CAD-Schnittstelle, werden bei jeder Stücklistenauswertung die Stücklisteninformationen inkl. der zugehörigen Dokumentation als PDF automatisch in den MDM zum jeweiligen Projektelement hochgeladen. Prüfroutinen weisen Fehler und nicht freigegebene Bauteile aus.

MDM-Nutzer befinden sich in guter Gesellschaft

Seit seinem Launch 2006, erfreut sich der Online-Materialdatenmanager an gut 6.000 registrierten Anwendern sowie an gut 1.000 Bauteilherstellern, die ca. 20.000 für die Hardware-Planung relevante Bauteile pflegen.

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