Suchen

Sigmatek

Die Tempomacher - Mit dem Kunden als Partner immer eine Nasenlänge voraus

Seite: 2/3

Firmen zum Thema

Im Jahr 2000 war Sigmatek mit der Software Lasal der erste Automatisierungshersteller, der objektorientierte Programmierung mit grafischer Darstellung und Client-Server-Technologie auf den Markt brachte. Andreas Melkus: „Hier haben wir sehr viel Entwicklungsarbeit hineingesteckt mit dem Ziel, das Engineering bei unseren Kunden zu vereinfachen. Unserer Meinung nach ist Lasal nach wie vor das beste Projektierungstool am Markt“

2006 wurde schließlich die Varan-Bus-Technologie – eine Weiterentwicklung des Dias-Bus auf Ethernet-Basis — der Öffentlichkeit vorgestellt und zur weiteren Verbreitung der Varan-Bus-Nutzerorganisation, kurz VNO, übergeben. „Die Anforderungen des Maschinenbaus, etwa die Synchronisation der Teilnehmer und die Fehlertoleranz, konnten mit den bekannten Systemen nicht umgesetzt werden“, erklärt der Ingenieur die Motivation für diese eigene Entwicklung. So ist Varan offen, schnell und echtzeitfähig. Doch interessant sind vor allem einige Besonderheiten, nämlich die Möglichkeit, unquittierte Nachrichten noch während desselben Buszyklus zu wiederholen, was die Datensicherheit garantiert. Standard TCP/IP-Kommunikation ist auch bei kleinsten Zykluszeiten – die unter 100 Mikrosekunden liegen – möglich. Nicht zuletzt ist eine einfache Implementierung auch in kleine Sensoren und Aktoren denkbar, Standard-Komponenten machen den Einsatz kostengünstig, um nur einiges zu nennen.

Innovationsführer aus Lamprechtshausen

Der Hauptsitz von Sigmatek befindet sich im österreichischen Lamprechtshausen (Archiv: Vogel Business Media)

Heute beschäftigt das in Lamprechtshausen ansässige Unternehmen 320 Mitarbeiter, wobei mehr als die Hälfte des Teams in der Forschung und Entwicklung sowie technischen Applikation tätig ist. 18 Prozent des Umsatzes fließen in diesen Bereich – die Grundlage für eine stetige Innovationsführerschaft. Nach wie vor befindet sich das Unternehmen zu 100 Prozent im Besitz der Firmengründer und geschäftsführenden Gesellschafter Andreas Melkus sowie Marianne und Theodor Kusejko. Seit November 2008 verstärkt Dr. Thomas Cord als Director Technology & Marketing das Management.

Dr. Thomas Cord, Director Technology & Marketing, Sigmatek: „Wir haben alle Techniken, die man als Lösungsanbieter braucht, aus eigener Kraft selbst entwickelt.“ (Archiv: Vogel Business Media)

Auch er weiß die starke Kundenorientierung des Unternehmens zu schätzen: „Wir hören immer wieder von unseren Kunden, dass sie gerade ihr Sicherheitsbedürfnis mit uns ernsthaft befriedigen können. Denn die Lösungen von Sigmatek sind so praktikabel, dass wir unseren Anwendern sogar Erfolg und Sicherheit bei seinen Maschinenentwicklungen garantieren können.“ Melkus ergänzt: „Wenn man uns ranlässt, kriegen wir jede Maschine zum laufen.“

Nicht nur das. Der Sigmatek-Chef versteht es auch, sein Team so zu motivieren, dass die Umsetzung von Ideen oft in atemberaubendem Tempo erfolgt. So betrug etwa die Zeitspanne von der Entscheidung, den Varan-Bus zu entwickeln bis zur Präsentation erster Prototypen auf der Hannover Messe 2006 nicht mal 12 Wochen – was allen beteiligten Mitarbeitern ein zusätzliches Monatsgehalt einbrachte. Eines der Geheimnisse von Varan liegt vielleicht darin, dass das Prinzip ganz einfach zu verstehen ist. „Darum kann man nicht viel falsch machen und wir hatten noch nie Ärger damit“, berichtet Andreas Melkus zufrieden.

Die Zukunft gehört den Lösungsanbietern

Das gilt zum Beispiel auch für das Thema Safety, das derzeit in aller Munde ist. Mit der Safety-Zertifizierung der Sigmatek Lösung durch den TÜV wird in Kürze gerechnet und die Gespräche mit ersten Anwendern laufen gerade auf Hochtouren. „Wir haben jetzt alle Techniken, die man braucht aus eigener Kraft selbst entwickelt, um unabhängig zu bleiben. Denn die Zukunft gehört ganz klar den Lösungsanbietern“, ist Dr. Cord überzeugt. Hier sehen sich die beiden Experten genau positioniert: „Wir gehören zu den führenden, innovativen Unternehmen in diesem Bereich, denn nur ein Lösungsanbieter kann es mit seinen Kunden in einem ganzheitlichen Ansatz erreichen, die Kosten für das Engineering neuer Maschinen zu reduzieren.“

Kompetenz in der Antriebstechnik verstärkt

Sigmatek bietet heute ein durchgängiges Automatisierungssystem – zu dem Steuerungen, Antriebe, I/Os, Visualisierung, Software, Industrial-Ethernet und Safety gehören (Archiv: Vogel Business Media)

Um dieses Thema rund zu machen, hat die Hightech-Schmiede im vergangenen Jahr auch seine Kompetenz in der Antriebstechnik verstärkt und die Entwicklungsabteilung von Sdrive übernommen – Know-how, Personal, Entwicklungspläne inklusive. Auch das wurde in für Sigmatek typischem Tempo innerhalb ein paar Wochen abgewickelt. „Hier haben wir sehr innovative Ideen in der Pipeline“, lassen beide Herren geheimnisvoll verlauten. Sie verraten nur soviel „dass es auf jeden Fall nichts Durchschnittliches sein wird“. Dabei soll gezielt auf die Anforderungen ausgewählter Zielmärkte eingegangen werden, beispielsweise im Verpackungsmaschinenbau oder im Bereich der Handhabungstechnik. Ein Wohlfühlfaktor für das innovative Unternehmen: denn die Anforderungen an Geschwindigkeit und Genauigkeit sind hier besonders hoch. „Das können wir mit unserem durchgängigen Automatisierungssystem optimal erfüllen“, begeistert sich der Firmenchef. Dazu gehören Steuerungen, Antriebe, I/Os, Visualisierung, Software und Industrial-Ethernet. „Dank Skalierbarkeit und Modularität der Systeme lassen sich die branchenspezifischen Anforderungen mit Standardprodukten abdecken.“

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 300262)