Time Control

Die Zeit als zentrales Element der Schiffsautomatisierung

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Ein Zeitprotokoll für alle Schiffssysteme

Ob S7-kompatible SoftPLC, Scada- oder Damage Control System: Essentiell für alle Systeme ist eine einheitliche Uhrzeit, die auf allen Komponenten vorhanden ist. Um Ereignisse zeitlich richtig einsortieren und zuordnen zu können, müssen diese schon an der Quelle (z.B. in der PLC) und nicht erst beim Empfang im Scada-System zeitgestempelt werden. Denn nur so wirken sich Unterschiede in der Signallaufzeit nicht auf die Zeitstempelung aus.

Zur Erhöhung der Ausfallsicherheit läuft der Datenverkehr auf einem Schiff gewöhnlich redundant über zwei getrennte Netze. Je nach Schadenssitua-tion kann es dabei vorkommen, dass ein Teil der Ereignisse über das erste und der andere Teil über das zweite Netz an einer Bedienstation empfangen wird. Um diese Ereignisse richtig zuordnen zu können, sind einheitliche Zeitstempel notwendig. Bei Alpha-Vision werden die Daten daher nicht zentral auf einem Server, sondern redundant auf jeder Bedienstation repliziert. Auch der Empfang von Ereignissen vom Prozess sowie Bedienhandlungen können auf jeder Bedienstation erfolgen. Daher müssen alle auch die gleiche Uhrzeit verwenden.

Ein Damage Control System dient zur Alarmierung, Anzeige und Überwachung bei Schäden auf einem Schiff und unterstützt die Besatzung bei der Planung und Überwachung aller Maßnahmen zur Schadensbekämpfung. Typisches Beispiel: Schäden werden auf einem Deckplan einzelnen Räumen bzw. Geräten oder Rohrleitungen in diesen Räumen zugeordnet. Für jeden Schaden wird der Zeitpunkt der Meldung sowie der Beginn und der geplante sowie tatsächliche Abschluss der Bekämpfung gespeichert. Checklisten (sog. Killcards) unterstützen den Bediener entsprechend. So ist es möglich, direkt Maßnahmen einzuleiten und technische Informationen anzuzeigen. Und wenn bestimmte Maßnahmen nicht in einer gewissen Zeit eingeleitet bzw. abgeschlossen sind, kann eine Alarmierung erfolgen.

Diese und weitere Funktionen eines solchen Systems werden nicht zentral, sondern wie die Funktionen des Scada-Systems redundant an räumlich verteilten Bedienstationen im Schiff durchgeführt. Zudem benötigen sie Informationen weiterer Komponenten wie etwa von Feuermeldern. Auch diese Stationen und Komponenten müssen zeitlich synchronisiert sein. Die TCS-1 sorgt also dafür, dass die korrekte Zeit als zentraler Bestandteil der Schiffsautomatisierung an jeder Station verfügbar ist.

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