Elektroinstallation für Photovoltaik „Die Zukunft ist Solar“
Das Geschäft mit der Sonne boomt. Deutsche Firmen spielen bei der Entwicklung und Installation von Anlagen und Komponenten für die Photovoltaik seit Jahren eine Vorreiterrolle. Ein Unternehmen, das bereits sehr früh solide technische Lösungen beigesteuert hat, ist Wieland Electric aus Bamberg.
Anbieter zum Thema
Die Photovoltaikbranche wächst nicht zuletzt angesichts steigender Energiepreise ernorm. Die Branche boomt seit dem Jahr 2000 mit Wachstumsraten von derzeit 30%. Von 2000 bis 2007 haben sich die Umsätze der vorrangig mittelständischen Systemanbieter verdrei- bis vervierfacht.
Im Jahr 2007 wurden in Deutschland rund 1,5 Mio. Solaranlagen betrieben, die 3 Mrd. kWh Solarstrom produzierten. Bis zum Jahr 2020 rechnet der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) mit einem Branchenumsatz von 18 Mrd. € und mehr als 10 Mio. Solaranlagen in Deutschland.
Vorraussetzung für funktionierende Anlagen ist eine solide und zugleich innovative Technik. Steckbare Elektroinstallation macht – im Vergleich zur herkömmlichen Verkabelung – den Aufbau und Betrieb von Photovoltaik-Anlagen wesentlich effektiver, flexibler und sicherer.
„Die Zukunft ist Solar“ – Diesen Trend erkannte man bei Wieland Electric schon frühzeitig und bietet heute als Systemlieferant ein breites Produktportfolio (siehe Kasten) und spezielle Dienstleistungen wie Planungsunterstützung und Entwicklung projektspezifischer Komponenten an.

Nach Auffassung von Wolfgang Wegmann, Branchenmanager Photovoltaik bei Wieland Electric (Bild 1), wird sich die Solarbranche global zum größten Markt der Energietechnik entwickeln. Deutschland sei in diesem Bereich Vorreiter und gut aufgestellt. Viele mittelständische Unternehmen hätten hier in den vergangenen Jahren nicht nur aufgrund des „Erneuerbare Energien Gesetzes“ mit seinen Fördermöglichkeiten einen neuen lukrativen Markt entdeckt.
Keine alleinige Alternative, aber die wichtigste Säule für 100% regenerative Energie
Die „Herstellkosten“ für Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) werden sich in den nächsten 5 bis 20 Jahren denen der konventionellen Energietechnik angleichen, davon ist Wegmann überzeugt. Dies soll jedoch nicht implizieren, dass man auf weitere Technologien alternativer Energieerzeugung verzichten könne, betont er. Die Photovoltaik wird den Energiebedarf der Industrie nur im Verbund mit der Nutzung von Wind- und Wasserkraft, Biomasse und Geothermie decken können. Sie leistet heute bereits im Bereich der anspruchsvollen Spitzenlast einen wichtigen Beitrag.
Bedeutend werde in Zukunft auch das Konzept dezentraler Kraftwerke und eines intelligenten Energieverteilnetzes sein (welche Anlagen arbeiten wann und speisen welche Leistung ein), in dem auch aktuelle Wetterdaten berücksichtigt werden. Dieser Ansatz führe zu einer kompletten Umgestaltung der bestehenden Netzinfrastruktur hinsichtlich Leitungsquerschnitt und Kommunikationsmöglichkeiten.
Besondere Anforderungen an PV-Installationssysteme

Die Anforderungen an PV-Elektroinstallationssysteme sind wesentlich höher als an die Systeme für die herkömmliche Energieerzeugung: Insbesondere müssen die Energieverluste aufgrund des Vergütungssystems bei Solaranlagen sehr gering gehalten werden. Denn nicht die Anlage, sondern der Ertrag werden gesetzlich gefördert. Die Verluste sollten deshalb unter 1% betragen, erklärt Wegmann. „Der Leitungsquerschnitt liegt darum oft einige Klassen höher als bei der konventionellen Installation “. Allerdings begrenze hier natürlich auch der Preis die Gestaltungsspielräume. Im DC-Bereich bietet Wieland Leitungsquerschnitte bis 10 mm2 an und liegt damit weit höher als der Wettbewerb mit 6 mm2. „Diese Leitungsquerschnitte werden hauptsächlich bei großen Anlagen angefragt“, kommentiert er.

Wichtig ist auch eine hohe Schutzart. Bei Anlagen auf Dächern ist das in der Regel IP 68. Die Leitungen von Wieland sind für Stromstärken bis 40 A ausgelegt. Die Lösungen von Hirschmann, Tyco oder Multicontact liegen bei Stromstärken von 30 A. Ein Überspannungsschutz wird selbstverständlich auch angeboten.
Hohe Qualität der Komponenten ist entscheidend
Insbesondere die Qualität der Komponenten wie Leitungen und Steckverbinder und vor allem die verwendeten Werkstoffe spielen eine sehr große Rolle. Die Leitungen bezieht Wieland von der ehemals zur Pirelli-Gruppe gehörenden Firma Prysmian Kabel und Systeme, die durch spezielle Inhaltsstoffe 30 Jahre Garantie auf die Kabel gewährt. Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer der PV-Anlagen von 10 bis 15 Jahren sei dies mehr als ausreichend, meint Wegmann. Um eine effektive Energieübertragung zu gewährleisten, sind die Steckverbinderkontakte versilbert.
Lego-System für die Solartechnik

Nicht vergessen sollte man, dass sich die steckbare Elektroinstallation des gesis-Systems einfach wie aus dem Lego-Baukasten zusammen setzen lässt und so rund 70% Zeit- und rund 30% Kostenersparnis mit sich bringt. Da die Wechselrichter oft in Gruppen installiert werden, ist mit diesen Plug-and-Play-Lösungen auch auf der Wechselstromseite eine effiziente Installationstechnik vorhanden, welche den Anlagenerrichter unterstützt, den hohen Auftragsbestand zu bewältigen. Steckbare Wechselrichter haben gleichzeitig auch Servicevorteile.
Hier sieht Wegmann gute Marktchancen. „Wir befinden uns in einer hervorragenden Position zum Wettbewerb. Wieland ist der einzige Hersteller elektrischer Verbindungstechnik mit einem derartig umfassenden Portfolio. Wir unterstützen darüber hinaus die Unternehmen bei der Projektierung von großen PV-Anlagen. Planen, dimensionieren, optimieren – diesen Support gibt es anderswo nicht auf dem Markt.“
Zukünftig will Wieland Electric den Bereich Solartechnik noch weiter ausbauen. Aktuelle Entwicklungen beziehen sich auf intelligente Komponenten und höhere Wechselrichterleistung. Auch das Thema Standardisierung spielt eine große Rolle. Fachleute des Bamberger Unternehmens arbeiten in einem entsprechenden VDE-Gremium mit, das die Anschlusstechnik auf DC- und AC-Seite vereinheitlichen will. „Hier besteht aus handhabungstechnischen Gründen ein hoher Handlungsbedarf“, schließt Wegmann ab.
Artikelfiles und Artikellinks
Link: Anwendungen Solartechnik
(ID:270770)