Forschung Astronaut steuert von der ISS aus Roboter auf der Erde

Quelle: DLR 1 min Lesedauer

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Für eine Marsmission müssen Astronauten vom Weltraum aus ihre Basis am Boden vorbereiten können. Forscher experimentieren nun anhand erster Szenarien.

Für das Experiment „Surface Avatar“ kommandierte der schwedische ESA-Astronaut Marcus Wandt von der Internationalen Raumstation (ISS) aus verschiedene Roboter-Systeme.(Bild:  DLR)
Für das Experiment „Surface Avatar“ kommandierte der schwedische ESA-Astronaut Marcus Wandt von der Internationalen Raumstation (ISS) aus verschiedene Roboter-Systeme.
(Bild: DLR)

Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben mit einem neuen Experiment getestet, wie sich die Zeitverzögerung auf das Steuern von Robotern bei Weltraummissionen auswirkt. Laut einer Mitteilung steuerte dafür der schwedische ESA-Astronaut Marcus Wandt von der Internationalen Raumstation ISS drei Roboter im irdischen Marslabor. Kollaborative, intelligente Roboter sollen Raumfahrende künftig bei Erkundungsmissionen zum Mond oder Mars unterstützen.

Ein ähnliches Experiment absolvierten die Forscher bereits im Juli 2023. In dem neuen Setup verstärkt erstmals der vierbeinige DLR-Roboter Bert die arbeitenden Roboter. Laut DLR eine Weltpremiere: bisher seien ausschließlich radbetriebene Roboter von Astronauten aus dem Weltall ferngesteuert worden. ESA-Astronaut Marcus Wandt ließ den Vierbeiner die Umgebung auskundschaften und das Gelände mit seinen Kamera-Augen überwachen. Während Bert auf Erkundungsmission war, konnte Wandt den humanoiden Serviceroboter Rollin‘ Justin des DLR sowie den Interact Rover der ESA nutzen und mit ihrer Hilfe ein kurzes Rohr installieren, das ein wissenschaftliches Messgerät abbilden sollte.

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„Zukünftige Mond- und Marsstationen, einschließlich der Habitate für Astronautinnen und Astronauten, werden von Robotern aufgebaut und gewartet werden, die unter der Anleitung der Raumfahrenden agieren“, sagt Alin Albu-Schäffer, Direktor des DLR-Instituts für Robotik und Mechatronik. „Unsere neuesten Regelungs- und KI-Algorithmen ermöglichen es einer einzigen Person, ein komplettes Team unterschiedlichster Roboter zu kommandieren. Mit dieser Technologie ist unser DLR-ESA Team weltweit führend.“

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