Eaton Düsseldorf setzt für neue U-Bahn-Linie auf intelligente Energieverteilung

Redakteur: Reinhard Kluger

Eaton gibt bekannt, dass sich die Stadt Düsseldorf beim Ausbau ihres Stadtbahnnetzes entschieden hat, die Niederspannungshauptverteilung (NSHV) inklusive intelligentem Energie-Monitoring mit Eaton-Technologie zu realisieren. Man wird insgesamt acht NSHV für die Bahnhöfe der sogenannten Wehrhahn-Linie liefern, die mehrheitlich für unterirdische, aber teilweise auch für oberirdische Installation vorgesehen sind.

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Eatons Lösung für die Düsseldorfer U-Bahn basiert auf dem modularen Einbauschranksystem Ci, das sich insbesondere für raue und klimatisch anspruchsvolle Umgebungen mit extremen Temperaturen (-40 °C bis +80 °C) eignet.
Eatons Lösung für die Düsseldorfer U-Bahn basiert auf dem modularen Einbauschranksystem Ci, das sich insbesondere für raue und klimatisch anspruchsvolle Umgebungen mit extremen Temperaturen (-40 °C bis +80 °C) eignet.
(Eaton)

„Bei der Entwicklung des Projektes spielten Energieeffizienz und Nachhaltigkeit für die Stadt Düsseldorf eine entscheidende Rolle“, so Christoph Schink, der das Projekt als Vertriebsingenieur im Bereich Energieverteilung bei Eaton mitbetreut. „Daher suchten die Stadtplaner nicht nur nach einer Lösung, die sich im unterirdischen Bahnbereich technisch seit vielen Jahren bewährt hat, sondern auch nach einem intelligenten System, mit dem sich der Energiebedarf aller Verbraucher gezielt verfolgen, auswerten und schalten lässt. Wir freuen uns, dass wir mit unseren Technologien ein passendes Konzept anbieten konnten.“

Für rauhe Umgebungen

Eatons Lösung basiert auf dem modularen Einbauschranksystem Ci, das sich insbesondere für raue und klimatisch anspruchsvolle Umgebungen mit extremen Temperaturen (-40 °C bis +80 °C) eignet. Die Ci Isolierstoffgehäuse sind für vollisolierte Montage konzipiert und typgeprüft gemäß IEC 60439-1. Für das Projekt Wehrhahn-Linie wird jede NSHV in Schutzklasse 2 und IP 65 ausgeführt und jeweils für einen Bemessungsbetriebsstrom Ie von 1.600 A ausgelegt. Um eine einfache Netzumschaltung zwischen Stadt- und Bahnstrom von der Leitstelle aus zu ermöglichen, sind die Leistungsschalter der Serie NZM mit einem integrierten Motorantrieb ausgestattet.

Gezielt schalten mit SmartWire-DT

Sowohl die Leistungsschalter als auch alle Motorschutzschalter der Serie PKE sowie das Energiemess- und Kommunikationsmodul XMC sind über Eatons innovatives Verbindungs- und Kommunikationssystem SmartWire-DT verknüpft. Da auf diesem Wege nicht nur der Datenaustausch stattfindet, sondern auch die angeschlossenen Komponenten mit Strom versorgt werden, lassen sich die individuellen Stromverbräuche mühelos protokollieren und auswerten. Dabei stellt das XMC-Modul die relevanten Messdaten für die Berechnung des Energieverbrauchs bereit (Phasen- und N-Leiterströme, Effektivspannungen, Wirk-, Blind- und Scheinleistung, cos phi).

Im Notfall Funktionen abschalten

Die Intelligenz der Anlage sitzt in der Steuerungs-, Visualisierungs- und Bedieneinheit HMI/PLC XV200. Sie wertet die Informationen aus und kann z.B. die Betriebszustände von Rolltreppen, Ticketautomaten und Beleuchtung in den Bahnhöfen überwachen. Im Notfall oder zu Zwecken der Verbrauchsoptimierung besteht die Möglichkeit, Funktionen gezielt zu- oder abzuschalten.

Schreittweiser Ausbau

Derzeit befinden sich die Tunnelstrecke und die Bahnhöfe im Rohbau. Doch bereits Mitte des Jahres soll die erste NSHV am Bahnhof Graf-Adolf-Platz installiert werden. Bis zur geplanten Inbetriebnahme der Wehrhahn-Linie in 2015 ist ein schrittweiser Ausbau der Bahnhöfe mit Integration von Eaton-Technologie vorgesehen.

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