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Viele interessante Marktsegmente in der Zukunft

So beschäftigt sich eine eigene Abteilung — Corporate Technology — ausschließlich mit Zukunftsthemen. Erneuerbare Energien haben zum Beispiel ein großes Wachstumspotenzial. Martin Müller: „Wir sind beispielsweise in der Windenergie relativ stark, mit einem geschätzten Marktanteil von 18 Prozent. Stark wachsend ist auch die Photovoltaik.“ Als ein interessantes Thema, das die Blomberger intensiv beobachten, bezeichnet der Automatisierungsexperte die Elektromobilität: „Kommt das Elektroauto mit den nötigen Ladesäulen an den Tankstellen, sind diese für unsere Steckverbinder-Kollegen sehr interessant. Von der Automatisierungsseite her kommen vielfältige Themen wie Security und Netzwerktechnik auf uns zu.“ Ein sich gut entwickelndes Thema ist auch die Infrastruktur, etwa Wasser und Abwasser: „Im Osten Europas ist ein riesiger Nachholbedarf, die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung zu modernisieren.“ Zur Infrastruktur zählen auch beispielsweise Tunnel, die durch verschärfte Gesetzeslagen modernisiert werden müssen.
Ethernet an erster Stelle

Zu den wichtigen Wachstumsfeldern gehören dabei die Kommunikationstechnologien, insbesondere Ethernet. „Auch bei den regenerativen Energien ist überall eine intelligente Kommunikation notwendig und Ethernet wurde als die Kommunikationsplattform ausgewählt, die das dann leisten kann“, erklärt Uwe Nolte, Product Manager Network Technology, Business Unit Automation bei Phoenix Contact. Zusammengefasst stellen diese Entwicklungen eine große Chance für den Standort Deutschland dar. „Wir sind die führende Wirtschaftsnation in der Automobil- und Elektrotechnik und hier sollte es uns gelingen, weiterhin eine starke Position zu behalten“, analysiert der Netzwerktechnik-Experte. Entsprechend stark engagiert sich Phoenix Contact etwa in den Verbänden ZVEI und DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik). „Hier bringen wir uns in die entsprechenden Gremien ein — bei der Normung von Systemen in der Automatisierung zum Beispiel. Aber auch bei den Komponenten — den elektrischen oder auch optischen Steckverbindern — ,wo wir mithelfen, den Markt entsprechend zu entwickeln. Schließlich gehören auch die spezifischen Verbände dazu, wie die Profibus Nutzerorganisation“, ergänzt Uwe Nolte.
Ausgezeichnetes Betriebsklima
Dass sich das mittelständisch geprägte Familienunternehmen seiner Verantwortung den Mitarbeitern und der Region gegenüber bewusst ist, ist auch an weiteren Faktoren zu sehen: 2009 wurde Phoenix Contact zum zweiten Mal als Top-Arbeitgeber für Ingenieure ausgezeichnet. „Schließlich ist die Innovationskraft ein entscheidender Faktor, um unsere Marktposition zu halten und weiter auszubauen“, begründet Martin Müller diese Bemühungen. Aktuell werden trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage alle 45 Auszubildenden übernommen. „Zudem arbeiten wir sehr eng auch mit den Hochschulen hier in der Region zusammen.“ Ebenfalls ausgezeichnet wurde Phoenix Contact für seine flexiblen und individuellen Arbeitszeitmodelle.
„Uns treiben die Kunden“
Somit ist ein Umfeld geschaffen, das die Grundlage für fortwährende Neuerungen bietet und damit auch neue Märkte zu erschließen. Die Experten plädieren zudem dafür, das Thema Innovationen nicht nur ausschließlich durch die technische Brille zu betrachten: „Ein ganz wesentlicher Punkt dabei ist unsere – im Vergleich zu anderen Unternehmen – große Vertriebsmannschaft. Das heißt die Kundennähe ist uns sehr wichtig, denn der Wunsch des Anwenders ist das, was uns treibt.“ Schließlich macht es genau das möglich, nämlich dem Kunden eine sehr individuelle Lösung in entsprechender Qualität innerhalb kürzester Zeit zu liefern. Ebenfalls bedeutend seien deshalb Innovationen in der Logistik. „Wir glauben, kurzfristige Lieferzeiten werden zukünftig auch wettbewerbsentscheidend sein.“
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