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Internet of Things Solutions World Congress 2016

Eindrücke vom größten IoT-Event der Welt

| Redakteur: Julia Moßner-Klett

Zum zweiten Mal fand in Barcelona der Internet of Things Solutions World Kongress statt. Initiiert vom IIC (Industrial Internet Consortium) und der Messegesellschaft Fira de Barcelona wurden an drei Tagen die Möglichkeiten und Chancen des IoT gezeigt. Mit mehr als 8.000 Besuchern aus 70 Ländern, 172 Ausstellern und 162 Referenten wurde Barcelona zum „Place-to-be“ für alle, die sich mit dem Internet der Dinge beschäftigen.

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Der weltweit größte IoT-Event fand vom 24. bis 26.10.2016 in Barcelona statt.
Der weltweit größte IoT-Event fand vom 24. bis 26.10.2016 in Barcelona statt.
( Bild: M. Dalke )

Die Keynotes waren zahlreich und zeigten die hohen Erwartungen und Hoffnungen an das IoT. Gezeigt wurden auch viele Showcases und erste Anwendungsbeispiele. Die einhellige Botschaft war klar: das IoT verändert wie wir zukünftig leben und arbeiten werden. Für Unternehmen eröffnet die Vernetzung von "Dingen", insbesondere von Maschinen neue Marktchancen und bringt völlig andere Geschäftsmodelle mit sich.

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Transformation durch das IoT

Dass das IoT – insbesondere für den Industrie-Bereich – höchste Relevanz besitzt, davon sind alle Aussteller überzeugt. Paradebeispiel dafür ist PTC, einer der größten Anbieter von CAD/PLM-Software. Inzwischen setzt PTC voll auf das Internet der Dinge und hat in den vergangenen Jahren schon 700 Mio. US-Dollar in den Kauf und die Entwicklung von IoT-Lösungen investiert.

Intelligente und vernetzte Mülleimer

Ein spannendes Beispiel dafür, wie das IoT Unternehmen und Geschäftsmodelle verändert, zeigte Bigbelly. Früher verkaufte Bigbelly Abfallstationen und Mülleimer, heute lautet das Nutzenversprechen: Sauberkeit im öffentlichen Raum.

Um dies zu gewährleisten liefert jede mit Solarenergie betriebene Bigbelly-Abfallstation Statusangaben zu Standorten, an denen Leerungen erfolgen müssen oder eben nicht. Damit können beispielsweise Leerungsintervalle berechnet und Stationen gezielt angefahren werden.

Selbstfahrende Autos und smarte Gebäude

Nicola Villa von IBM zeigte in seiner Keynote den selbstfahrenden Minibus Olli, mit dem man sich auch direkt unterhalten kann. Außerdem wurde das kognitive Gebäude von ISS in Kopenhagen vorgestellt. In diesem Firmengebäude wurden verschiedene Sensoren eingebaut, um z. B zu messen wie viele Mitarbeiter am jeweiligen Tag anwesend sind, wer schon zu Mittag gegessen hat und wie viele Essen die Küche noch zubereiten muss. Hinter diesen ersten Demo-Anwendungen steckt die Technologie von IBM Watson, die auf weitere spannende Lösungen hoffen lässt.

Video: Local Motors Debuts "Olli", the First Self-driving Vehicle to Tap the Power of IBM Watson

Video: Transforming facilities management with cognitive IoT

#IOTSWC16: The leading event?

Das Fazit der Veranstaltung: Auf dem IoT Solutions World Congress 2016 waren viele Unternehmen vertreten, die das Industrial Internet als wichtigsten Treiber von Wachstum und digitaler Transformation, besonders im Industriesektor sehen und dementsprechend viel in dieses Thema investieren. Durch die internationale Zusammenarbeit mit dem IIC, sticht die Veranstaltung aus der momentanen Vielzahl der Events deutlich heraus.

Es bleibt jedoch der Eindruck, dass wir mit den Möglichkeiten des IoT noch ganz am Anfang stehen. So wurden in Barcelona zwar sehr viele Showcases, aber nur wenige Lösungen gezeigt, die bereits ihre praktische Anwendung finden. Ein ähnliches Fazit zieht auch Roger Bou, Director of the IoTSWC: "For the next edition we are convinced that the sector will have evolved even more and will make our event the go-to-market international event."

Der Internet of Things Solutions World Congress 2017 findet nächstes Jahr vom 3. bis 5. Oktober in der Fira de Barcelona statt.

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