Festo Handhabungstechnik

Elefantenrüssel und Fischflosse liefern Impulse für grüne Produktion

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Der adaptive und anspassungsfähige FinGripper ist die Schnittstelle zwischen Objekten und Aktuatronik. Er besteht auch einem pneumatischen Aktuator in Form eines Faltenbalges sowie drei Greiffingern, die als adaptive Struktur mit Fin Ray Effekt ausgeführt sind. Die damit verbundene Flexibilität und Nachgiebigkeit ist prädestiniert für Aufgaben in der Mensch-Maschine-Integration, z.B. in der Landwirtschaft zum Sortieren von Obst oder Gemüse in gewachsender Form oder in der Industrie zum Sortieren von Wertstoffen. Auch als „dritte“ Hand, die einen Schraubenschlüssel oder ein Einbauteil reicht, ist der BionicTripod 2.0 ein idealer Helfer bei Montagen aller Art.

Der BionicTripod 2.0 besteht im Aufbau aus sechs pyramidenförmig angeordneten Glasfaserstäben, die untereinander flexibel und gelenkig verbunden sind und sich durch Ein- oder Ausziehen in jede Richtung um bis zu 90 Grad in einem maximalen Arbeitsraum auslenken lassen.

Elektrische Linearachsen von Typ EGC sowie der elektrische Antrieb EMMS gewährleisten das präzise Ansteuern und Auslenken. Gesteuert wird die gesamte Anlage über die Robotik-Steuerungssoftware CMXR. In der Handachse - als Analogie zur Funktion des menschlichen Handgelenks - sind drei Akuatoren so um ein Kugelgelenk angeordnet, dass drei weitere Freiheitsgrade erzielt werden und eine Auslenkung um bis zu 30 Grad möglich machen.

Handlings-Baukasten für die Aus- und Weiterbildung

Das Modulare Leichtbau-Handling soll in der Zukunft als Lernsystem für die Aus- und Weiterbildung den Mehrachsenbaukasten von Festo erweitern. Das Produktprogramm von Festo erlaubt, in Kombination mit dem Modularen Leichtbau-Handling, den Aufbau eines Winkelpickers über einen Tripod bis zu einer Sechsachs-Knickarm-Kinematik. Schulen können Kinematiken variabel zusammenstellen und anhand realer Industriekomponenten praxisbezogen Wissen vermitteln.

Mit dem Modularen Leichtbau-Handling kann eine leichtbauende Knickarmkinematik aufgebaut werden. Mit nur vier kg Eigengewicht, einer Nutzlast von bis zu 800 Gramm und seinem sechs Freiheitsgraden ist es als Lernsystem bestens geeignet. Dank seines einfachen und kostengünstigen Aufbaus eignet es sich für Pick&Place-Anwendungen, Automatisierung von Prozessen im Labor oder auch als „dritte Hand“ im Bereich der Serviceroboter. Das geringe Eigengewicht erlaubt den Einsatz ohne Schutzkäfig und macht somit eine interaktive Zusammenarbeit von Mensch und Maschine möglich.

Das Modulare Leichbau-Handling ist wandelbar wie ein Chamäleon. Von einer Einachs- und zur Sechsachs-Kinematik lassen sich alle Varianten mit geringem Aufwand umbauen oder auch nachträglich nachrüsten. Dadurch ergibt sich eine Vielzahl möglicher Konfigurationen. Das Prinzip des modularen, leichtbauenden Baukastens setzt sich am Frontend wie z.B. der Greiferaufnahme fort. Zwei- und Dreifinger-Greifer, Parallel- und Winkel-Greifer, sowie Sauger-Einheiten und Bernoulli-Greifer nimmt das Modulare Leichtbau-Handling selbstständig aus seinem Magazin. Adaptive Greiferfinger, die mit dem Fin Ray Effekt konstruieret sind, ermöglichen auch das Greifen von komplexen Produkten mit Freiformen.

Durch den Einsatz von Servomotoren mit Präzisionsgetrieben ist das Modulare Leichtbau-Handling in der Lage genau zu positionieren. Dank dezentraler Controller in den Gelenken werden alle Motoren nur mit Niedervolt-Spannung versorgt und von der Robotersteuerung CMXR über ein serielles Bussystem (CAN) angesteuert.

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