ECAD EMSR-Konstruktion aus dem Baukasten

Autor / Redakteur: Gerald Scheffels / Reinhard Kluger

Die Hans Huber AG, ein weltweit führender Hersteller von Anlagen der Abwassertechnik, nutzt EPLAN PPE für die Konstruktion der EMSR-Technik. Die Verantwortlichen haben noch vor der eigentlichen Implementierung des CAx-Tools ein Baukastensystem von MSR-Komponenten erstellt, das nun die Konstruktion wesentlich beschleunigt und auch potenzielle Fehlerquellen minimiert.

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Rund 125 Liter Wasser verbraucht jeder Deutsche im Durchschnitt pro Tag. Obwohl das schon viel erscheint, machen die privaten Haushalte nur 13% des gesamten Wasserverbrauchs aus. Mehr als die Hälfte entfällt auf die Industrie und ein rundes Drittel auf die Landwirtschaft. Dieselben Mengen fallen logischerweise als Abwasser an, das aufbereitet werden muss. Auf diese Aufgabe hat sich die Hans Huber AG im oberpfälzischen Berching spezialisiert. Das 1872 als Kupferschmiede gegründete und noch heute im Familienbesitz befindliche Unternehmen bietet ein breites Spektrum an Verfahren, Systemen und Produkten zur Abwasserbehandlung und ist damit international erfolgreich: Huber gehört weltweit zu den führenden Unternehmen in der Abwasser- und Schlammbehandlung, erzielt mit rund 800 Mitarbeitern einen Umsatz von über 95 Mio. € pro Jahr und arbeitet nicht nur an neuen Anlagengenerationen, sondern auch an ganz neuen Wegen zur besseren Nutzung der immer knapper werdenden Ressource Wasser.

Weltweit führende Marktposition

Zu den Wettbewerbsvorteilen von Huber gehört ein sehr breites Produkt- und Verfahrensspektrum. Entsprechend gut ausgebaut ist die Konstruktions- und Planungsabteilung: Die Mitarbeiter arbeiten eng mit der Produktion und der Projektabwicklung zusammen. Dipl.-Ing. (FH) Martin Springs, zuständig für die Elektrotechnik + Automatisierungstechnik: „Wir entwickeln und produzieren immer projektbezogen und sind dabei sehr flexibel, weil wir durch unsere hohe Fertigungstiefe auf die unterschiedlichsten Anforderungen reagieren können.“

EMSR-Technik als Bindeglied

Dabei bildet die Elektrotechnik – genauer gesagt: die EMSR-Technik – das Bindeglied zwischen den einzelnen Verfahrensschritten und Maschinen. Im Feld setzt man Messgeräte und Sensoren u.a. für die Messgrößen Füllstand, Durchfluss und Feuchtegehalt/Trocknungsgrad sowie für die Online-Analyse von Sauerstoffgehalt und pH-Wert ein. Dabei können die mechanische Konstruktion und die EMSR-Konstruktion – jeweils in enger Abstimmung mit dem zuständigen Projektleiter – parallel arbeiten.

Auszug eines R+I Schemas einer Schlammentwässerungsmaschine. (Archiv: Vogel Business Media)

Vor der Einführung von EPLAN PPE wurden die projektspezifischen Planungsvorgaben für die EMSR Technik manuell, in verschiedenen Arbeitsschritten, durchgeführt: Die mechanischen Konstruktion erstellte mittels AutoCAD ein R+I Schema. Die Messstellen-Nummern wurden manuell vergeben und die Daten in eine Excel-Dateien übertragen. Diese Arbeitsweise war zeitaufwändig – vor allem bei Änderungen, die stets an mehreren Stellen vorgenommen werden mussten. Auch angesichts der stetig wachsenden Anzahl von Anlagen, die Huber in Berching produziert, sollte ein Tool für die Optimierung der EMSR-Konstruktion angeschafft werden.

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