Automation Valley Nordbayern Erfolgreiche Kooperationsprojekte in der Praxis zeigte das 10. Kooperationsforum bei Linde
Es stand im Zeichen von Kooperationsprojekten und Technologietransfer, das 10. Automation Valley Kooperationsforum, das am 13. November 2008 bei der Linde Material Handling GmbH in Aschaffenburg sattfand.
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„Wir schätzen die Nähe zu Hochschulen und Transfereinrichtungen in der Region und nutzen die uns gegebenen Möglichkeiten, in diesem Umfeld beste Produkte für international anspruchsvolle Kunden zu produzieren“, so der Geschäftsführer der Material Handling, Klaus H. Hofmann zur Eröffnung. Die Linde GmbH produziert mit hoher Fertigungstiefe vom Gußteil über die Hydraulik bis zum Motor. Seit vielen Jahren kooperiert der Gabelstablerhersteller sehr eng mit der Hochschule Aschaffenburg.
„Der Wissens- und Technologietransfer geht über Köpfe“, so die Aussage von Prof. Dr. Gunther Reinhart, Sprecher des Clusters Mechatronik & Automation, in seinem Beitrag, der den teilnehmenden Unternehmen die Scheu vor dem administrativen Aufwand der Antragstellung nahm. „Kooperationen können auf unterschiedlichen Ebenen geschlossen werden, ob bilateral zwischen Hochschulen und Unternehmen oder in Form von Forschungskooperationsprojekten, die von öffentlicher Hand gefördert werden.“ Dass genügend Fördermittel zur Verfügung stehen, belegen die von ihm genannten Zahlen. „Allein im EU-Programm „Manufuture“ stehen für 2008 und 2009 über 500 Mio. Euro zur Verfügung. Die Bayerische Forschungsstiftung verfügt über Mittel in Höhe von ca. 20 Mio. Euro, Bundesmittel für das Programm „Produktion von morgen“ liegen in Höhe von ca. 50 Mio. Euro vor. Meine Herrn, das Geld für Kooperationsprojekte liegt auf der Straße, lassen Sie es uns aufheben!“ , appelliert Prof. Reinhart an die Teilnehmer.
Enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Hochschulen
Die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen Hochschulen praktizieren auch Johannes Oswald, Geschäftsführer der Oswald Elektromotoren und Prof. Teigelkötter von der Hochschule Aschaffenburg. Gemeinsam mit der Linde GmbH pflegt man ein langjähriges vertrauensvolles Verhältnis, das die Basis für die erfolgreiche Zusammenarbeit bildet.
Gute Zusammenarbeit vermeldeten Dr. Eberhard Kroth, Geschäftsführer der Reis Robotics GmbH, und Leander Hock, Geschäftsführer der APE Engineering GmbH. In Kooperation mit einem weiteren Unternehmen vor Ort konnte ein millionenschwerer Auftrag angenommen und erfolgreich umgesetzt werden. „Diese Art der Kooperation ist langfristig für jeden ein Gewinn“, bilanziert Dr. Kroth.
Beispielhaft zeigten Dr. Künneth von der IHK Nürnberg und Karl Scheuerlein von der Unternehmerfabrik Roth den Nutzen des Nordbayerischen Netzwerk „Automation Valley“ auf. Ganz pragmatisch konnte einem Unternehmen durch das Nutzen der Kontakte im Automation Valley in kürzester Zeit ein Servicepartner vermittelt und „der brennende Kittel gelöscht werden“, so Scheuerlein. Dadurch ergaben sich wiederum enge wirtschaftliche Kontakte und Serviceverträge auch mit internationalen Partnern.
An den Programmen teilnehmen
Dr. Heimann von der Zentec GmbH als regionale Technologietransferstelle ermunterte die Teilnehmer, sich an unterschiedlichsten Kooperationsprogrammen zu beteiligen. Über die verschiedenen Stufen vom Zusammenstellen des Konsortiums über die Erstellung der Projektskizze bis hin zur Projektbegleitung in der Umsetzungsphase zeigte er detailliert den Unternehmen die einzelnen Phasen diese s Prozesses auf.
Viele interessante und imponierende Eindrücke bekamen die Teilnehmer während der Betriebsbesichtigung vermittelt. Im abschließenden Get-together diskutierten die Teilnehmer noch lange über gemeinsame Geschäftsmöglichkeiten und wie man sich in unterschiedliche Projekte aktiv einbringen konnte. „Die Veranstalter würden sich freuen, mit dem Kooperationstreffen eine Initialzündung für zukünftige Projekte gegeben zu haben“, so Rüdiger Busch vom Cluster Mechatronik & Automation.
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