Netzwerkkomponenten Ethernet Switches erobern den Ex-Bereich
Um Explosionsrisiken in Chemie-, Gas- oder Staubumgebungen zu vermeiden, müssen nahezu alle Anlagenteile speziellen Anforderungen entsprechen. Dies gilt auch für elektronische Netzwerkkomponenten
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Um Explosionsrisiken in Chemie-, Gas- oder Staubumgebungen zu vermeiden, müssen nahezu alle Anlagenteile speziellen Anforderungen entsprechen. Dies gilt auch für elektronische Netzwerkkomponenten wie Switches, Router und Medienkonverter. Standardkomponenten sind daher häufig in druckfesten Gehäusen untergebracht. Allerdings mit dem Nachteil, dass diese nur von Spezialisten und unter geprüften Umgebungsbedingungen geöffnet und geändert werden dürfen.
Schwierig ist auch die aufwändige Veränderung oder Erweiterung bestehender Systeme unter Einhaltung hoher Sicherheitsstandards. Zudem müssen Bohrungen für künftige Leitungen, die bereits bei der Montage angebracht werden, abgedichtet und regelmäßig überprüft werden.
Ohne zusätzliches Ex-Schutzgehäuse
Eine einfache und sichere Lösung bietet Primation Systemtechnik mit der Modellreihe P-Ex1000. Die Gigabit-Switches und Medienkonverter mit ATEX-Zulassung für die Zündschutzarten Mining M2, Gas Zone 1 und Staub Zone 21 können direkt im Ex-Bereich montiert werden. Ein zusätzliches Ex-Schutzgehäuse ist nicht erforderlich. Durch Anschlussräume mit spezieller Klemmtechnik ist die Kabelmontage leicht, gefahrlos und ohne Freigabe möglich. Bohrungen für zusätzliche Anschlüsse, Erdung und Schirmung sind bereits vorhanden und mit Verschraubungen fest verschlossen.
Die Serie P-Ex1000 basiert auf Netzwerkkomponenten von N-TRON und bietet mit mehr als 2 Mio. Stunden MTBF höchste Zuverlässigkeit in rauer Umgebung. Je nach Anforderung stehen unterschiedliche Modelle zur Verfügung. Wahlweise sind unmanaged Ethernet-Switches mit einem Gigabit Kupferport und zwei LWL-Ports oder mit fünf Gigabit Kupferports lieferbar.
„Ex op is-Modul“ als einfaches Add-On
Medienkonverter werden mit je einem Gigabit-Kupferport und einem LWL-Port angeboten. Jeder LWL-Port des P-Ex-Medienkonverters ist nach dem Op-is-Standard ausgelegt. Die optische Isolierung (op is) begrenzt die Lichtenergie auf die zulässigen Werte, sodass diese bei gefährlichen Gas-/Staubkonzentrationen nicht zu einem Zünden führt. Für Anwender jedoch, die aus einem Nicht-Ex-Bereich eine Lichtleiterverkabelung in oder durch einen Ex-Bereich legen wollen, ist in Kürze ein weiteres „Ex op is-Modul“ als einfaches Add-On zu haben. Damit können auch LWL-Ports in explosiver Umgebung sicher verbunden werden.
Durch die schmale Bauform und das geringe Gewicht lassen sich alle Geräte sehr gut unterbringen. Sowohl die Alu- als auch die Edelstahlgehäuse sind einfach, von nur einem Techniker, zu montieren. Vorteilhaft ist auch die große Flexibilität beim Anschluss von Geräten in der Ex-Zone wie HMIs, Terminals, Remote I/Os, Kameras, RFID-Scanner oder netzwerkfähige Sensoren.
Die Netzwerkkomponenten der Reihe P-Ex1000 von Primation sind für unterschiedlichste Anwendungen geeignet. Ob bei der Anbindung von Bedienpanels und Sensoren, der Kameraüberwachungen von Gruben, beim Betanken- und Abfüllen explosiver Stoffe, in der Zementherstellung oder auf Offshore-Plattformen, sie sorgen überall für sichere Kommunikation.
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