Smart Grid

Fernwirkcontroller für virtuelle Kraftwerke

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Fernwirkcontroller von Wago als erste Wahl

Bei der Auswahl der am besten geeigneten Fernwirktechnik hatte die TSB im Vorfeld mehrere Kriterien definiert und überprüft. Es mussten sowohl die technischen Vorgaben der Übertragungs-Netzbetreiber erfüllt werden als auch die Smart-Grid-Anforderungen des virtuellen Kraftwerks.

Maßgeblich war zunächst das IEC-Protokollformat für die Anbindung an die Leitzentralen der Übertragungs-Netzbetreiber. Innerhalb des TSB-Netzwerks war die TCP/IP-Übertragung (Modbus) vorgegeben. Im Fernwirkcontroller sollten die Daten vom IP-Format in das IEC-Fernwirkprotokoll umgewandelt werden.

Eine weitere Aufgabe betraf die Protokollierung von Störungen mithilfe digitaler Ausgangsklemmen und deren Visualisierung über ein Webinterface des Controllers. Die Technik musste außerdem nachweislich sicher und zuverlässig sein und gleichzeitig dem Kostenrahmen kleiner dezentraler Anlagen gerecht werden. Für diese Anforderungen war die Wago-Technik bestens geeignet.

Fernwirken und automatisieren in Smart Grids

„Wir haben uns für den Wago-Fernwirkcontroller entschieden, weil er die lEC-Kommunikation beherrscht und als Element für die Automation von Infrastrukturnetzen ideal geeignet ist. Außerdem hatte er das beste Preis-Leistungs-Verhältnis“, erläutert der Projektleiter Virtuelles Kraftwerk bei der TSB, Tobias Langshausen.

Für die Anforderungen von Smart Grids ist nach seiner Erfahrung eine innovative Fernwirktechnik im Vorteil. Der Wago-Controller beherrscht die Fernwirkprotokolle IEC 60870-5-101 (seriell), IEC 60870-5-104 (TCP/IP-basiert) oder IEC 61850 für die Schutz- und Leittechnik in elektrischen Schaltanlagen der Mittel- und Hochspannungstechnik beispielsweise bei Windenergieanlagen (IEC 61400) oder bei einer verteilten Energieerzeugung (IEC 61850-7-420).

Technik muss zuverlässig und flexibel sein

„Als relativ kleines Institut haben wir es bei den großen Herstellern meistens schwer, mit unseren speziellen Anforderungen durchzudringen. Umso überraschter waren wir über den Support von Wago. Unsere Ideen und Smart-Grid-Erfahrungen wurden von der Produktentwicklung unmittelbar aufgegriffen und umgesetzt“, berichtet Christian Pohl, Geschäftsführer der Transferstelle Bingen. Der sehr gute Support habe schnell und effizient geholfen, alle anstehenden Probleme zu lösen.

Der Fernwirkcontroller hat sich laut TSB in der Praxis gut bewährt. „Die aus der Automatisierungstechnik kommende Flexibilität ist für uns von großem Vorteil. Das System verfügt über einen gut nachvollziehbaren roten Faden und alle Aufgaben sind bestens zu lösen“, sagt Projektleiter Langshausen. Er bestätigt, dass der Fernwirkcontroller absolut zuverlässig funktioniert und in der Handhabung logisch und übersichtlich ist. Auch die Anforderungen der Übertragungs-Netzbetreiber seien problemlos erfüllt worden.

Aus Sicht der TSB ist die Modularität des Systems maßgeblich für den flexiblen Einsatz. Da es wie in einem Baukastensystem für jedes Signal eine eigene Klemme gibt, kann alles an den Controller angereiht und über nur einen Datensatz abgerufen werden. Zusätzliche separate Baugruppen sind nicht erforderlich. Auch die Parametrierung und Visualisierung mit CoDeSys (Code Development System von 3S-Software) ist nach den Erfahrungen des Projektleiters einfach und nachvollziehbar. Die integrierten Beispielprojekte sind bei der Umsetzung sehr hilfreich.

Hannover Messe: Halle 11, Stand C64

* Martin Ortgies, Fachjournalist für Technik- und IT-Themen, Königslutter

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