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Fertigungsprozesse verbessern – effizienter mit Industrie 4.0

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Mit einem Gateway: IT-Sicherheit im Fokus

Des Weiteren musste eine Lösung gefunden werden, den inhomogenen Maschinenpark einfach und nachvollziehbar an das IT-System anzubinden, so dass die Instandhaltung im Bedarfsfall nicht überlastet wird. Denn die Maschinen arbeiten mit unterschiedlichsten Software-Ständen, verschiedenste Industrie-PCs sind im Netz, ausgestattet mit Windows NT bis hin zu neuesten Software-Versionen. „So sind wir auf die Lösung mit dem OPC uaGate SI von Softing gekommen“, fasst Haas das weitere Vorgehen zusammen.

Bei der Entscheidung für die Integration des Gateways zur Datenübertragung kam zum einen der offene, plattformunabhängige und allgemein anerkannte OPC UA-Standard zum Tragen, den das Gerät bietet. Zum anderen stand für die SEP von Anfang an die Netzwerksicherheit ganz oben auf der Prioritätenliste. Auch bei diesem Thema spielt das uaGate mit integrierter Firewall seine Stärken aus. „Darüber hinaus schützen die beiden physikalisch getrennten Netzwerkschnittstellen vor Angriffen. Der Zugriff auf SPS-Daten ist ebenso geschützt und es lassen sich gesonderte Konfigurationsberechtigungen für Steuerungs- und IT-Ebene einrichten. Das ist besonders vorteilhaft für OEMs, die proprietäre Steuerungsdaten geheim halten möchten. Selbstverständlich entsprechen die Datenverschlüsselung und Benutzerauthentifizierung höchsten Sicherheitsanforderungen“, beschreibt Dietmar Buxbaum, Geschäftsführer der österreichischen Buxbaum Automation (Teil der in Haar bei München ansässigen Softing Unternehmensgruppe), die Sicherheitsfunktionen des Gateways..

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„Bei der praktischen Umsetzung haben wir uns für eine Lösung mit Augenmerk auf die IT-Sicherheit entschieden. Das heißt, nicht direkt die Maschinen mit dem Office Netzwerk zu verbinden, sondern eine getrennte Lösung mit einer Firewall dazwischen zu realisieren“, begründet Fischer den Einsatz des Softing Gateways.

Positive Bilanz eines eingespielten Trios

Positive Bilanz der Maschinenkommunikation

Nach den ersten Tests der Maschinenkommunikation bedurfte es noch kleinerer Nachbesserungen, aber insgesamt wurde die Idee – den Echtzeit-Status aller angebundenen Maschinen transparent auf einen Blick erkennbar sowie detailliert über den automatisierten OEE auswertbar zu machen – einwandfrei realisiert. SEP ist aktuell dabei, den Großteil des Maschinenparks flächendeckend an das IT-System anzubinden.

Insgesamt war das Resümee des Projekts von allen Seiten positiv. Krauss Maffei betonte die kompetente Beratung und die schnelle Datenbereitstellung via OPC für das Netzwerk durch SEP. Die Österreicher wiederum lobten die zeitnahe technische Unterstützung von Softing bei allen Fragen rund um die Gateway-Firmware.

Das eingespielte Trio hat auch schon die nächsten Schritte geplant: Als weiterführendes Projekt will Krauss Maffei auf Basis der gewonnenen Daten via Condition Monitoring den Maschinenpark zukünftig überwachen, um mögliche Maschinenausfälle frühzeitig zu erkennen. Denn auch für diese Anwendung eigne sich das Softing Gateway, weil die Daten nicht nur eins zu eins an die Datenbank übergeben werden, sondern sich auch für weitere Applikationen nutzen lassen.

SPS IPC Drives: Halle 7, Stand 580

* Christoph Scholze, freier Journalist (www.nap-media.de)

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