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Hannover Messe 2014

Festo präsentiert aktuelle Projekte aus dem Bionic Learning Network

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Firmen zum Thema

Dual-Wing-Generator – Energiegewinnung mit dem Flügelschlagprinzip

Mit dem Dual-Wing-Generator hat Festo im Rahmen des Bionic Learning Network einen außergewöhnlichen Technologieträger entwickelt, der zwei horizontal angeordnete Flügelpaare anstelle von Rotorblättern zur Energiegewinnung nutzt. Das Prinzip der Anlage besteht in der Umkehrung des natürlichen Schlagflugprinzips: Vögel erzeugen mit ihrem Flügelschlag die nötige Leistung, um sich in der Luft voranzubewegen. Ein stationäres System wie der Dual-Wing-Generator kann dagegen die kinetische Energie aus dem Luftstrom entnehmen. Die Hubbewegung der Flügel wird dabei in eine Drehbewegung umgesetzt. Ein integrierter Elektrogenerator wandelt diese in Strom um. Der Dual-Wing-Generator ist selbstoptimierend und kann sich an unterschiedliche Windverhältnisse anpassen. Er steht in seiner Effizienz gängigen Kleinwindkraftanlagen in nichts nach und weist bei niedrigen Windgeschwindigkeiten sogar verblüffende Vorteile auf: Im Bereich zwischen 4 und 8 m/s, das heißt bei Windstärken wie sie in Mitteleuropa in Bodennähe vorherrschen, zeigt der Dual-Wing-Generator bemerkenswerte Leistungen gegenüber herkömmlichen Kleinwindanlagen.

Multi-Choice-Gripper – Variables Greifen nach dem Vorbild der menschlichen Hand

Der Multi-Choice-Gripper bietet eine einzigartige Kombination von unterschiedlichen Greifarten mit flexiblen, adaptiven Greiffingern. Seine Finger können so umgeschaltet werden, dass sie entweder parallel oder zentrisch greifen, ohne dass ein Umbau erforderlich ist. Das ermöglichen zwei drehbare Fingersteckplätze auf dem Grundkörper des Greifers, die entweder zentrisch um einen Mittelpunkt oder dem dritten Finger gegenüber stehen. Vorbild ist die menschliche Hand mit ihrem opponierbaren Daumen, der gegenüber den anderen Fingern um 130 Grad gedreht werden kann. Je nach Bedarf können zwischen zwei und sechs Fingerelemente an den Multi-Choice-Gripper angebracht werden. Neben den Fin Ray-Fingern lassen sich noch zwei weitere Fingertypen aufstecken.

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Fin Ray-Finger aus lebensmittelkonformem Polyurethan

Durch die adaptiven Finger mit Fin Ray-Struktur ist der Greifer nicht nur in der Greifrichtung variabel, die Finger selbst passen sich auch flexibel an verschiedenste Formen an. So kann er ohne zusätzliche Sensorik oder Regelungstechnik unterschiedlich geformte und auch sehr empfindliche Objekte greifen. Die adaptiven Fin Ray-Finger wurden 2009 für den bionischen Fin-Gripper entworfen und werden seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. So werden sie seit 2014 aus lebensmittelkonformem Polyurethan gefertigt, was sie für die Nahrungsmittelindustrie verwendbar macht. (jup)

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