Digitaler Produktpass Fraunhofer entwickelt Hilfestellung für Unternehmen

Quelle: Fraunhofer 2 min Lesedauer

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Fraunhofer startet ein Projekt, um Unternehmen bei der Umsetzung der EU-Vorgaben für digitale Produktpässe (DPPs) zu unterstützen, die ab 2027 verpflichtend werden. Im Mittelpunkt stehen sowohl technische als auch organisatorische Handlungsfelder für das Datenmanagement der DPPs. 

Im Projekt Empower-DPP stehen sowohl technische als auch organisatorische Handlungsfelder für das Datenmanagement der digitale Produktpässe (DPPs) im Mittelpunkt.(Bild:  Fraunhofer CCPE)
Im Projekt Empower-DPP stehen sowohl technische als auch organisatorische Handlungsfelder für das Datenmanagement der digitale Produktpässe (DPPs) im Mittelpunkt.
(Bild: Fraunhofer CCPE)

Mit der Einführung des digitalen Produktpasses (DPP) ergeben sich neue Herausforderungen und Chancen für die Industrie. Zunächst stehen Unternehmen aber vor der Aufgabe, über 100 Datenpunkte entlang der Wertschöpfungskette konsistent zu erfassen und bereitzustellen, um die Regulierung einzuhalten. Dies erfordert unternehmensintern den Aufbau von technischem Know-how und organisatorischen Strukturen, aber auch eine Intensivierung der unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit.
 

Welches Ziel verfolgt das Projekt Empower-DPP?

Die neue Verordnung "Ecodesign for Sustainable Products Regulation" (ESPR) führt den DPP schrittweise für verschiedene Produktgruppen ein. Unternehmen sind gefordert, Leistung, Sicherheit, Skalierbarkeit und Benutzerfreundlichkeit sicherzustellen. Hierfür ist ein robustes Datenmanagement erforderlich, das die Grundlagen für die Erstellung digitaler Produktpässe schafft.

Was ermöglicht der DPP?

Im Projekt Empower-DPP arbeiten drei Fraunhofer Cluster of Excellence zusammen, um zwei zentrale Ziele zu verfolgen: die Entwicklung technischer und organisatorischer Konzepte zur Umsetzung des DPP sowie die Entwicklung von Serviceangeboten in der Produktionstechnik. 
Ein strukturiertes Datenmanagement mit klar definierten technischen Prozessen für die Datenbereitstellung, -orchestrierung und -validierung ermöglicht eine transparentere Wertschöpfungskette. Dies führt zu effizienteren Prozessen, reduzierten Fehlerquoten und geringerem Ressourcenverbrauch. Auf Grundlage des DPPs entstehen neue datenbasierte Services, die Mehrwerte für die gesamte Wertschöpfungskette vom Zulieferer bis hin zum Recycler bieten. Insbesondere schafft der DPP die Brücke, um Materialien und Produkte im Kreislauf zu halten und weitere Lebenszyklen zu ermöglichen.

Mit dem Projekt Empower-DPP erarbeiten wir einen klaren Fahrplan zur DPP-Umsetzung, der die Transparenz über Datenflüsse und Verantwortlichkeiten erschließt und neue Erlöspotenziale für Unternehmen bereitstellt.

Projektleiter Sebastian Emons, Fraunhofer CCIT/Fraunhofer ISST


Wer ist am Projekt beteiligt?

Fraunhofer CCIT / Vertreten durch Fraunhofer ISST (Projektleitung): Das Fraunhofer ISST ist verantwortlich für die Analyse von Datenflüssen und die daraus resultierenden Implikationen für das Datenmanagement sowie für mögliche Geschäftsmodelle.
Fraunhofer CCPE / Vertreten durch Fraunhofer IML: Das Fraunhofer IML stellt die Anforderungen des DPPs an Unternehmen heraus, mit besonderem Fokus auf die Logistikketten, um zirkuläre Geschäftsmodelle vorzubereiten.
Fraunhofer CPM / Vertreten durch Fraunhofer IWU: Das Fraunhofer IWU adressiert neben den Anforderungen des DPPS aus produktionstechnischer Perspektive auch die Potenziale und Serviceopportunitäten in der Produktionstechnik, um effiziente Lösungen für Produktionssysteme sowie innovative Plattformen für Sekundärrohstoffe zu entwickeln.

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