Frequenzumrichter

Frequenzumrichter separieren Saatgut im Zusammenspiel mit Mechanik

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Sortieren nach Breite und Dicke

Die schlechten oder in irgendeiner Weise nicht der (Gewichts-) Norm entsprechenden Teile werden ausgeschieden. Sortieren lassen sich alle möglichen Produkte von Reiskörnern bis Bohnen, von Kleesamen bis Nüssen – das Spektrum ist extrem groß, auch im Recyclingbereich (z.B. Reifengummigranulat, Kabelgranulat) finden die Maschinen steigenden Absatz. Siebmaschinen (Flachsieb- und Zylindersiebmaschinen) sortieren die Körner nach Breite und Dicke und verfügen darüber hinaus über hocheffektive Windsichter.

Der sogenannte Samtrollensortierer dient zur Sortierung unförmiger Samen wie Klee aus glatten runden Körnern: Diese verfangen sich durch ihre raue Oberfläche an dem samtartigen Bezug dieser Maschine und werden dadurch weiterbefördert und so ausgeschieden.

Einlaufendes Saatgut wird exakt verwogen

Weltweit führend ist Cimbria auch im Bereich der Beiztechnik, und hier vor allem mit ihren Chargenbeizern, den sogenannten Centricoatern. Hier wird das einlaufende Saatgut exakt verwogen und dann entsprechend mit Beizmitteln beaufschlagt.

Das Programmspektrum umfasst zusätzlich Farbsortierer zur optischen Sortierung, bei der durch einen Luftstoß falsche oder schlechte Teile aussortiert werden, sowie eine Trockenmaschine und weitere zur Behandlung der Sämereien notwendige Maschinen.

Das genaue Wissen der Cimbria-Experten um die Unterschiede im Sortierverhalten der Samen ist eminent wichtig, um die exakt passende, optimale Konfiguration für verschiedene, auch scheinbar sehr ähnliche Sorten zu finden oder um minimale Unterschiede zwischen „defekten“ und intakten Samen aufzuspüren.

Sortierleistungen von mehreren Tonnen pro Stunde

Das in Jahren gewonnene Anwendungswissen befähigt zu Sortierleistungen von mehreren Tonnen pro Stunde, beispielsweise beim Separieren von diversen Reissorten, Bohnen oder dem exakten Reinigen und Sortieren von nur wenigen zehntel Gramm schweren Kaki-Samen oder ähnlichem. Je nach Samensorte und -Eigenschaften, sowie gegebenenfalls Verunreinigungen wie Steinchen, werden auch unterschiedliche Methoden und Bewegungen kombiniert. Auch die Art und Zahl an hintereinandergeschalteten Schritten differiert entsprechend der zu sortierenden Sämereien.

Wissen in Versuchen sammeln

Das dazu nötige Detailwissen wurde und wird immer noch in Versuchen gesammelt: Neben dem grundsätzlichen Vorgang ist auch hier eine Optimierung der Sortierleistungen durch Veränderungen des Maschinenaufbaus und der Bewegungsabläufe bzw. Steuerungsvorgänge notwendig. Das betrifft große Kunden, die quasi industriell mit Samen handeln oder die Samen als Nahrungsmittel weiterverarbeiten ebenso wie kleinere Anwender, die mit speziellen und seltenen Samen handeln und oft selbst ein recht ausgeprägtes Applikationswissen besitzen. Das Rezepturwissen wächst durch die Versuche stetig weiter. Neben der Form, Größe und Gewicht ist in manchen Applikationen auch die Farbe von Bedeutung, speziell auch, um gegebenenfalls schlechte Samen auszusortieren. Neben den mechanischen Sortiermaschinen gibt es deswegen auch Anlagen, die mittels industrieller Bildverarbeitungslösung bzw. intelligenten Kameras und Druckluft sortieren.

Bewegte Massen müssen fein abgestimmt anlaufen

Neben der großen Versuchsstation mit Serienmaschinen gibt es eine Labor-Versuchsanordnung für erste reale Tests. Um die Leistungsfähigkeit der Anlagen zu optimieren und zu demonstrieren dient die große Anlage, für erste Vorversuche die kleine – als Demo-Aufbau für geringe Mengen.

Die VLT Automation Drives ermöglichen Cimbria Heid den effizienten Betrieb der Maschinen: Bedingt durch die Natur der Sache werden üblicherweise nur wenige Wochen pro Jahr bestimmte Samen verarbeitet – somit wird eine laufende Anlage stets möglichst hohe Verarbeitungsleistungen erfordern. Jede Pflanze hat ihre bestimmte Saison, üblicherweise kommen die Ernten dann auch Schlag auf Schlag. So muss, sofern die Ernte nicht bis zur Verarbeitung eingelagert wird, in schneller Folge ein hohes Aufkommen an Material verarbeitet werden.

Der Einfluss der Antriebstechnik

Den Betriebszustand von z.B. Gewichtsauslesern kennzeichnet, dass sehr häufig die Volumenströmung der Gebläse verändert wird und zudem die Rüttelbewegung der Tische durch Drehzahländerungen angepasst wird. Dabei wandert dann das schwere Korn durch die Rüttelbewegung auf dem als schiefe Ebene ausgeführten Tisch nach oben, während das leichtere Material durch die Wirkung der Gravitation und vom gleichmäßigen Luftstrom angehoben nach unten schwimmt. So lässt sich beides definiert separieren. Der Einfluss der Antriebstechnik auf die Betriebsqualität und -kosten der Geräte ist hoch: Ohne die Regelung der Drehstromasynchronmaschinen wäre die Sortierleistung nicht möglich, der Energieverbrauch höher und die Anlaufströme ebenfalls ein Problem für die Netze der Betreiber.

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