Frequenzumrichter Frequenzumrichter separieren Saatgut im Zusammenspiel mit Mechanik

Redakteur: Reinhard Kluger

 „Die guten ins Töpfchen, die schlechten ...“, so sortierte mühevoll noch das Aschenputtel. Heute geht das einfacher: Saatgutsortiermaschinen nutzen dazu Antriebe mit optimal angepassten Frequenzumrichtern. Ein wichtiger Faktor dabei: die Regelgüte.

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Im Testlabor lässt sich bestimmen, wie exakt sortiert werden kann.
Im Testlabor lässt sich bestimmen, wie exakt sortiert werden kann.
(Danfoss)

Cimbria Heid hat sein Versuchslabor neu aufgebaut. Die dort eingesetzten Antriebsmotoren steuern Saatgut-Reinigungs- und Sortiermaschinen mit Frequenzumrichtern und Softstartern von Danfoss an. Das Testlabor entspricht einer realen Anlage mit verschiedenen, hintereinandergestaffelten Sortiermaschinen. Im Einsatz sind VLT Automation Drives, Cimbria Heid setzt sie für fast alle Saatgutsortierer ein: „Mit ausgezeichneten Ergebnissen sowohl bei der Sortierleistung als auch der Prozessqualität“, so das Unternehmen: Die Regulierbarkeit der Maschinen- und Gebläse-Antriebe ist für diese Art des mechanischen Sortierens von körnigen Gütern oder Granulaten entscheidend wichtig.

Sortieranlagen für Samen und Nüsse

Cimbria Heid ist einer der weltweit führenden Hersteller für Saatgutverarbeitungsmaschinen. Das Angebot umfasst Serienmaschinen, über angepasste Maschinen bis hin zu komplett kundenspezifischen Maschinen und Turnkey-Anlagen zur Verarbeitung von Sämereien aller Art: von superleichten, nur 0,5 Millimeter kleinen Samen bis hin zu 20 Millimeter großen wie Bohnen, Nüssen etc. Im Prinzip kann alles sortiert werden, das körnig ist und nicht klebt. Neben den mechanischen Sortieranlagen gibt es auch solche mit optisch gesteuerten, pneumatischen Sortiervorgängen sowie Trocknungsanlagen und andere.

Eigenes Prüflabor

Das große Prozesswissen der Entwickler in Stockerau bei Wien stammt nicht zuletzt aus den langjährigen Versuchsreihen mit ihren Serienmaschinen: Dafür wurde nun eigens ein Prüflabor mit einem kompletten Maschinenpark eingerichtet, geplant von Rudolf Teufl, Leiter Elektrotechnik, und Andreas Fröhlich, Area Sales Manager bei Cimbria in Stockerau bei Wien. „Die Wahl für die Steuerung der Geräte fiel dabei konsequent auf unseren Hauslieferanten Danfoss, annähernd alle unsere Maschinen sind mit deren Frequenzumrichtern ausgestattet,“ so Rudolf Teufl. „Die Geräte sind sehr zuverlässig und einfach zu parametrieren – nicht unwichtig, da unsere Maschinen weltweit zum Einsatz kommen, und nicht immer und überall schnell ein ausgebildeter Programmierer verfügbar ist.“ Neben den Versuchen mit einzelnen Sämereien zum Optimieren der Maschinen für bestimmte Anwendungen, lassen sich auch spezielle Aufbauten für Kunden testen.

Der Testlabor-Aufbau ist realitätsnah

Beim Testlabor in Stockerau handelt es sich um eine Versuchsanordnung aller gängigen Cimbria-Maschinen zur Sortierung der unterschiedlichsten Pflanzensamen: In kompakter Form sind die Standardmaschinen in einer realitätsnahen Anlage aufgebaut, um Kunden zu demonstrieren, ob bzw. wie exakt sich bestimmte Produkte sortieren lassen: Insgesamt 18 Frequenzumrichter mit Leistungsbereichen von 0,55 bis 22 kW vom Typ VLT Automation Drive FC301 steuern auf das Exakteste die Anlagenbewegungen sowie die Gebläse von 18 Maschinen, vom Trieur über einen Samtrollenseparator bis zum Fließbetttrockner oder auch Gewichtsauslesern. Die Maschinen sind für die Versuche, je nach zu sortierendem Produkt, entsprechend hintereinander angeordnet. Eine ebenfalls mit Danfoss Frequenzumrichtern gesteuerte Transporteuranlage fördert die Samen von Maschine zu Maschine.

Mit spezifischen Vertiefungen

Sogenannte Trieure dienen zum Abscheiden von Bruch oder Fremdsamen nach deren Länge. Hier dreht sich das zu sortierende Gut in einer Trommel mit jeweils für das Saatgut spezifischen Vertiefungen. Dabei wird immer das jeweils kürzere Produkt in eine Mulde ausgehoben, während das längere im Zylinder verbleibt und an dessen Ende ausgetragen wird. Sogenannte Gewichtsausleser verrichten auf andere Art dieselbe Arbeit: Hier werden auf einer geneigten Rüttelplatte Samen ausgebracht. Durch die oszillierende Bewegung wandern die Samen aufgrund ihres unterschiedlichen Gewichtes verschieden weit nach oben – so können Fremdsamen, beschädigte oder von Schädlingen befallene Samen ausgesondert werden. Unterstützt wird das Ganze durch einen bedarfsgerechten, variablen Luftstrom, der von unten gegen die mit Drahtgewebe versehene Rüttelplatte geblasen wird.

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