Im Interview: WEG

"Getriebesparte ausbauen und Märkte erobern"

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Was peilen Sie im Geschäftsfeld Getriebe mit WG20 an?

Zunächst einmal wollen wir den WG20 als eigenes Standard-Produkt in den Markt bringen, also kompatibel zu den gängigen am Markt verfügbaren Getrieben. Standards wie den IEC-Norm-Motor gibt es in der Getriebesparte ja nicht. Aber wir denken heute schon weiter. Gerade im Bereich der Getriebemotoren und mit Blick auf die Wettbewerber im europäischen Markt werden wir uns nicht nur auf einzelne gute Produkte und Komponenten konzentrieren, sondern mit den Automatisierungskomponenten von Umrichtern und Softstartern bis hin zu kompletten Schaltschrankapplikationen Lösungen für den Kunden schaffen.

Komplettlösungen planen bekanntlich recht viele…

…und wir entwickeln sie nicht nur selber. Wir haben mit WEG die Entwicklungskompetenz für den gesamten Automatisierungspart in unserer Hand, auch die Mechanik vom Getriebe bis zum Motor. Unsere Zielsetzung ist, alles zu einer Einheit zu verheiraten und in den Markt zu bringen.

Die Getriebesparte wird künftig ein wichtiger Teil der Automatisierung sein. Natürlich bleiben auch Getriebe und Motoren wichtig, aber es wird bei Industrie 4.0 auf die Vernetzung der Produkte und das Spiel der Produkte miteinander ankommen – auch wenn es um Energieeffizienz geht.

Können Sie ein paar Ziel-Kennzahlen nennen?

Mittelfristig wollen wir neue, große Kunden ansprechen, die viel Seriengeschäft produzieren, beispielsweise in der Intralogistik und Verpackungsindustrie. Wie viele Marktanteile wir erobern wollen? Das kann ich naturgemäß nicht verraten. Aber vielleicht so viel: Wir gehen mit dem WG20-Programm in einen klaren Verdrängungswettbewerb. Und mit der Motorenkompetenz, die WEG im Haus hat, sehe ich auch gute Möglichkeiten, die Marktführer erfolgreich anzugreifen.

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