Messtechnik Distanzen mit Radar hochgenau messen

Quelle: Ruhr-Universität Bochum 1 min Lesedauer

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Bisher basierte die hochgenaue Messung von Distanzen auf Laserinterferometrie. Forscher konnten nun belegen, dass Radar die selbe Genauigkeit aufweist und in anderen Punkten die bisherige Messmethodik sogar aussticht.

Das ultrabreitbandige Millimeterwellenradar sticht bei der hochgenauen Messung von Distanzen in vielen Punkten die verbreitete Laserinterferometrie aus.(Bild:  RUB, Marquard)
Das ultrabreitbandige Millimeterwellenradar sticht bei der hochgenauen Messung von Distanzen in vielen Punkten die verbreitete Laserinterferometrie aus.
(Bild: RUB, Marquard)

Ein Autorenteam der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Ruhr-Universität Bochum hat gemeinsam mit der Universitäts-Ausgründung 2π-Labs eine neue Messmethode mittels Radar entwickelt. Laut einer Mitteilung konnten die Forscher belegen, dass das ultrabreitbandige Millimeterwellenradar der hochgenauen Messung von Distanzen durch Laserinterferometrie in nichts nachsteht. Die Technik sei sogar günstiger, funktioniere auch in rauen Umgebungen und könne mehrere Abstände gleichzeitig messen. Zudem sei der Wartungsaufwand für die Geräte minimal.

„Wir konnten zeigen, dass mikrometergenaue Distanzmessungen mit Millimeterwellenradar möglich sind“, sagt Nils Pohl, Inhaber des Lehrstuhls für Integrierte Systeme der Ruhr-Universität. „Ohne Kalibrierung des Messwertes haben wir in aufwändigen Versuchen eine Genauigkeit von ±1 Mikrometer über einen Messbereich von etwa fünf Metern reproduzierbar erreicht. Diese Entfernungsmessungen sind nach unserem Wissen die genauesten, die bisher in der Literatur für Millimeterwellenradar veröffentlicht wurden.“ Die Technologie ermögliche die Erschließung neuer Anwendungen im Bereich zukünftiger Distanzmesstechnik.

Für ihre Forschung wurde das Autorenteam mit dem diesjährigen ITG-VDE-Preis der Informationstechnische Gesellschaft (ITG) im Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE) ausgezeichnet. Der Preis ist mit einer Geldprämie von 3.000 Euro verbunden.

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