Mensch-Roboter-Kollaboration Igus stellt Leichtbau-Cobot vor

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Mit einem Eigengewicht von unter zehn Kilogramm hat Igus jetzt seinen leichtesten Serviceroboter vorgestellt. Möglich wir dies durch ein Kunststoffdesign und das vollintegrierte Tribo-Wellgetriebe Rebel.

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Durch geringe Kosten, wenig Wartungsaufwand und eine einfache Bedienung soll der Leichtbauroboter für kleinere Unternehmen und Start-Ups innovative Ideen in der Servicerobotik möglich machen.
Durch geringe Kosten, wenig Wartungsaufwand und eine einfache Bedienung soll der Leichtbauroboter für kleinere Unternehmen und Start-Ups innovative Ideen in der Servicerobotik möglich machen.
(Bild: Igus)

Nach Angaben von Igus ist das Herzstück des neuen Roboters das vollintegrierte Tribo-Wellgetriebe Rebel mit Motor, Absolutwert-Encoder, Kraftregelung und Controller. Elektronische Komponenten im vollintegrierten Wellgetriebe sollen eine Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) möglich machen. Denn durch die Absolutwert-Encoder-Technologie können Kräfte wie auch Momente über den Motorstrom in Kombination mit der Winkelmessung ermittelt und sicher begrenzt werden, heißt es. Dafür setzt Igus auf einen Doppelencoder, bei dem eine Messung vor und hinter dem Gelenk erfolgt, um Kräfte und Drehmomente zu erkennen und darauf reagieren zu können.

Darüber hinaus führt der Einsatz von Kunststoff zu einer äußerst kompakten und leichten Bauweise. Laut Igus ist der Roboter mit einem Eigengewicht von unter zehn Kilogramm der leichteste Cobot auf dem Markt. Seine Traglast liegt bei zwei Kilogramm und er besitzt eine Reichweite von 700 Millimetern. Durch den niedrigen Einstiegspreis und den geringen Wartungsbedarf der schmierfreien Komponenten soll sich der Cobot selbst dort einsetzen lassen, wo sich Robotik bisher nicht lohnte. Neue Ideen, vom Einsatz auf einem fahrerlosen Transportsystem bis hin zur Nutzung als Barkeeper, sind mit dieser Low Cost Automation möglich.

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