Forschungsbeirat Impulspapier zeigt neue Perspektive für Industrie-4.0-Forschung

Von Sandro Kipar 1 min Lesedauer

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Industrie 4.0 ist der Schlüssel, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Doch obwohl die Technologie dafür mittlerweile in der breite verfügbar ist, fehlen noch entscheidende Schritte, um das Ziel zu erreichen.

Industrie 4.0 liefert die Grundbausteine für die tiefgreifenden Veränderungen in der Wertschöpfung. (Bild: ©  VectorMine - stock.adobe.com)
Industrie 4.0 liefert die Grundbausteine für die tiefgreifenden Veränderungen in der Wertschöpfung.
(Bild: © VectorMine - stock.adobe.com)

Wie kann die deutsche Industrie im globalen Wettbewerb bestehen und gleichzeitig nachhaltig wirtschaften? Antworten darauf soll das neue Impulspapier „Industrie 4.0: Forschungs- und Entwicklungsperspektiven“ des Forschungsbeirats Industrie 4.0 liefern. Es basiert auf der Forschungsklausur des BMBF vom Februar 2025 und bietet eine Standortbestimmung ebenso wie konkrete Handlungsfelder für Entscheider in Wirtschaft, Forschung und Politik.

Klar ist: Industrie 4.0 ist mehr als Digitalisierung. Es geht um ein menschenzentriertes, sozio-technisches Paradigma, das Wertschöpfung neu denkt – domänenübergreifend, nachhaltig und resilient. Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, muss Deutschland Souveränität in digitalen und physischen Leittechnologien ausbauen und neue Engineering-Methoden für vernetzte Systeme etablieren, heißt es in dem Papier.

Technologieentwicklung allein reicht nicht

Die Autoren betonen, dass reine Technologieentwicklung nicht reicht. Es braucht Geschäftsmodelle, die datenbasierte Services profitabel machen, rechtssichere Datenräume und ein neues Verständnis von Industriearbeit als symbiotische Kooperation in cross-funktionalen Teams mit KI-Assistenz und klaren normativen Leitplanken.

„Industrie 4.0 erfordert neben neuen Technologien insbesondere innovative Geschäftsmodelle und eine geeignete Gestaltung der Arbeitsprozesse“, sagt Peter Liggesmeyer (Fraunhofer IESE), Sprecher der Wissenschaft im Forschungsbeirat Industrie 4.0.„Diese Themen müssen, nachdem viele technische Grundlagen bereits geschaffen wurden, nun intensiv adressiert werden. Das erfordert Engagement der Wirtschaft, unterstützt durch eine geeignete Forschungsförderung.“

Besonders im Fokus sei der Transfer in die Praxis. KMU benötigen mehr Orientierung und vertrauenswürdige, adaptierbare Lösungen, heißt es weiter. Die Forschungsförderung soll künftig stärker auf wirtschaftliche Verwertbarkeit und konkrete Hemmnisse in der Umsetzung zielen, damit die Potenziale von Industrie 4.0 flächendeckend zur Wirkung kommen können.

Das vollständige Positionspapier kann hier heruntergeladen werden.

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