Intelligenten Fertigungsstrategien
KI im Shopfloor entfesselt digitale Potenziale

Von Benjamin Brockmann, CEO und Co-Founder bei Operations1 4 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Praxisbeispiele im Rahmen des Future Manufacturing Event von Operations1 zeigen, wie Industrieunternehmen heute von fortschrittlichen Technologien und intelligenten Fertigungsstrategien profitieren können.

Ein Beispiel, wie sich KI einfach und vor allem sinnvoll in bestehende Prozessketten einbinden lässt, ist der AI Shopfloor Assistant von Operations1.(Bild:  Operations1)
Ein Beispiel, wie sich KI einfach und vor allem sinnvoll in bestehende Prozessketten einbinden lässt, ist der AI Shopfloor Assistant von Operations1.
(Bild: Operations1)

Noch vor ein paar Jahren war Industrie 4.0 das große Schlagwort. Laut einem Studienbericht der Bitkom aus dem Jahr 2022 wollten 90 Prozent der befragten Unternehmen künftig Anwendungen für Industrie 4.0 nutzen oder planten dies. Eine aktuelle Umfrage von Staufen zur Digitalisierung 2024 beweist jedoch, dass der Großteil der an sich willigen Unternehmen diese Pläne aufgrund mangelnder personeller Ressourcen (58 Prozent) sowie unstrukturierter Daten (53 Prozent) nicht oder nur schleppend umsetzen kann. Dabei sind die Voraussetzungen grundsätzlich gegeben, denn der Markt bietet mittlerweile viele verschiedene Lösungen, die die unterschiedlichsten Unternehmensbereiche digital unterstützen – auch ohne großen personellen Aufwand.

Die Digitalisierung von Shopfloor-Prozessen vorantreiben

Die Prominent GmbH ist ein gutes Beispiel, warum traditionelle Workflows dringlich in digitale Prozesse übersetzt werden sollten, vor allem bei geringen internen Personalressourcen. Zuvor arbeitete der Hersteller für Dosiertechnik und Dosierpumpen mit analogen Fehlerkarten. Christian Braun von Prominent beschreibt den ehemaligen Prozess als sehr langwierig. Mitarbeitende mussten Fehlercodes erst auf A4-Listen nachschlagen, bevor sie die Karten überhaupt ausfüllen konnten. Hinzukam noch eine Begleitkarte, die an das entsprechende Produkt geheftet werden musste. Allerdings nahm nicht jeder Mitarbeitende diese Aufgabe immer zur selben Zeit vor, einige sammelten sogar über die gesamte Woche Daten, um sie dann mit einem Mal händisch – daher oft nicht mehr korrekt – einzutragen. Die Fehlerkarten gelangten anschließend zum nächsten Mitarbeitenden, der die Ergebnisse manuell in Excel einpflegen musste. Im laufenden Verfahren kamen weitere Excellisten hinzu. Viel Aufwand also, der die Mitarbeitenden viel Zeit kostete.