Hannover Messe 2026 Industrie rückt KI und Transformation ins Zentrum

Von Sandro Kipar 2 min Lesedauer

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Die Hannover Messe 2026 startet mit einer neu gestalteten Hallen- und Themenarchitektur mit drei zentralen Ausstellungsbereichen für Schlüsseltechnologien der industriellen Transformation. Was Sie außerdem auf der Fachmesse erwartet.

Das Motto der diesjährigen Messe lautet "Think Tech Forward".(Bild:  Deutsche Messe AG)
Das Motto der diesjährigen Messe lautet "Think Tech Forward".
(Bild: Deutsche Messe AG)

Mit der Hannover Messe 2026 richtet sich der Blick der internationalen Industrie erneut nach Niedersachsen. Vom 20. bis 24. April versammelt die Weltleitmesse für industrielle Technologien Unternehmen, Technologieanbieter und Anwender aus aller Welt, um Lösungen für die nächste Phase der industriellen Transformation zu präsentieren. Unter dem Leitthema „Think Tech Forward“ steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, wie künstliche Intelligenz, Automatisierung und nachhaltige Energiesysteme produktiv zusammenwirken können.

Erwartet werden mehrere tausend Aussteller sowie Fachbesucher aus rund 200 Ländern. Für Anwenderbranchen wie Maschinenbau, Automotive, Prozessindustrie und Energiewirtschaft geht es weniger um Visionen als um konkrete Implementierungsstrategien – ein Trend, der sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet hat und 2026 weiter an Dynamik gewinnen dürfte.

KI erreicht die industrielle Praxis

Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf dem industriellen Einsatz von künstlicher Intelligenz. Während KI bislang häufig in Pilotprojekten getestet wurde, zeigen Aussteller zunehmend produktive Anwendungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dazu zählen KI-gestütztes Engineering, adaptive Produktionsprozesse sowie autonome Robotiklösungen. Besonders im Fokus stehen Systeme, die Produktionsdaten in Echtzeit analysieren und daraus eigenständig Optimierungen ableiten.

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Parallel dazu gewinnt Industrie-Software weiter an Bedeutung. Plattformökonomien, digitale Zwillinge und datenbasierte Services entwickeln sich zunehmend zum Differenzierungsmerkmal im internationalen Wettbewerb. Für Automatisierer bedeutet dies eine wachsende Verschmelzung von klassischer OT mit IT- und Cloud-Technologien.

Automatisierung als Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit

Neben Softwarelösungen bleibt die industrielle Automatisierung ein Kernbereich der Messe. Neue Robotik- und Motion-Control-Konzepte, modulare Produktionsarchitekturen sowie flexible Fertigungszellen adressieren den steigenden Bedarf nach resilienten und skalierbaren Produktionssystemen. Gleichzeitig rückt die Integration bestehender Anlagen stärker in den Fokus. Retrofit und Modernisierung gelten vielerorts als wirtschaftlich attraktivere Alternative zum Neubau.

Auch Industrial Security wird eine größere Rolle spielen. Mit zunehmender Vernetzung steigen die Anforderungen an sichere Kommunikationsstrukturen zwischen Maschinen, Plattformen und Unternehmens-IT.

Energie und Industrie wachsen zusammen

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verbindung von Produktion und Energieinfrastruktur. Elektrifizierung, Wasserstofftechnologien und intelligente Energiemanagementsysteme sollen Wege zu einer nachhaltigeren Industrie aufzeigen. Dabei wird deutlich: Energieeffizienz entwickelt sich zunehmend von einer regulatorischen Pflicht zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor.

Mit Brasilien rückt 2026 ein wichtiger Industriestandort Lateinamerikas in den Fokus. Erwartet werden Impulse zu nachhaltiger Produktion, Rohstoffpartnerschaften und neuen internationalen Lieferketten.

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