Hard- und Softwareentwicklung Innovationsmotor für die Automatisierung

Von Ute Drescher 3 min Lesedauer

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In der Automatisierung stehen Innovation und Zusammenarbeit mit Kunden im Zentrum. Doch wie genau geht ein Unternehmen vor, um komplexe Entwicklungsprojekte umzusetzen?

Der Entwicklungsdienstleister Future Systems war maßgeblich an der Entwicklung des Motorstarters Motus C14 beteiligt, den Wöhner 2020 lanciert hat.(Bild:  Wöhner)
Der Entwicklungsdienstleister Future Systems war maßgeblich an der Entwicklung des Motorstarters Motus C14 beteiligt, den Wöhner 2020 lanciert hat.
(Bild: Wöhner)

Entwicklungsdienstleister Future Systems versteht sich als „Idea Hunters“ und hat eine enge Bindung zum Schwesterunternehmen Wöhner. So war der Entwicklungsdienstleister maßgeblich an der Entwicklung des Motorstarters Motus C14 beteiligt, den Wöhner 2020 lanciert hat.

„Wir identifizieren uns mit dem Kundenprojekt und entwickeln Ideen, um ganzheitliche Systemlösungen zu schaffen“, erklärt Sebastian Stoll aus dem Product Management/Sales von Future Systems. (Bild:  Future Systems)
„Wir identifizieren uns mit dem Kundenprojekt und entwickeln Ideen, um ganzheitliche Systemlösungen zu schaffen“, erklärt Sebastian Stoll aus dem Product Management/Sales von Future Systems.
(Bild: Future Systems)

Der Fokus auf Kollaboration ist ein zentraler Aspekt der Arbeitsweise des Unternehmens. „Wir identifizieren uns mit dem Kundenprojekt und entwickeln Ideen, um ganzheitliche Systemlösungen zu schaffen“, erklärt Sebastian Stoll aus dem Product Management/Sales von Future Systems. Eine methodische Vorgehensweise und die Übernahme der Verantwortung für das Gesamtprojekt gehören zu den Unternehmensgrundsätzen.

Der Entwicklungsdienstleister bietet einen breiten Service, angefangen bei der Ideenentwicklung bis hin zur Fertigungsbegleitung. „Wir sind prinzipiell flexibel und können sowohl gesamte Projekte als auch Teilprojekte übernehmen“, erklärt Stoll. Im Falle des Motus C14 bedeutete dies die Entwicklung der Hard- und Software von Grund auf, die Expertise in der Zertifizierung, die Gestaltung des Testsystems sowie die Unterstützung während des Produktion-Ramp-Ups.

Der Motorstarter Motus C14

Ein entscheidender Erfolgsfaktor des Motus C14 ist die integrierte Kommunikations- und Messtechnik. Diese ermöglicht nicht nur eine effiziente Überwachung des Systems, sondern auch eine intuitive Nutzerführung. „Wir haben Anzeigemöglichkeiten für Messwerte, Warnungen und Störungen über das Display sowie ein LED-Konzept, das dem Benutzer aufzeigt, an welcher Stelle des Systems das Problem auftritt“, erläutert Stoll.

Vorschläge zur Fehlerbehebung werden dem Nutzer ebenfalls angezeigt, was zu einer geführten Wartung führt. Die Servicetool-Software am PC ermöglicht es, alle Einstellungen und Anzeigen zu überprüfen, Daten auszulesen und neue Funktionen zu aktivieren. Dies führt zu schnellerer Fehlererkennung, weniger Ausfallzeiten und hilft, dem Fachkräftemangel zu begegnen.

Buchtipp

Das Buch „Strukturierte Automatisierungssysteme“ ist ein praktischer Leitfaden für alle Anwender, die nach individuellen Lösungen in der Prozessautomation suchen. Beginnend mit der Erstellung von Lasten- und Pflichtenheft über die Komponentenauswahl bis hin zu Faktoren wie Echtzeit-Kommunikation und Maschinensicherheit widmet sich das Buch rundum allen Aspekten der Automatisierungstechnik.[HS1]

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Ein weiteres Merkmal des Motorstarters ist der sicherungslose Kurzschlussschutz. „Wir setzen auf einen rein elektronischen Kurzschlussschutz, der in weniger als zehn Mikrosekunden einschreitet, bevor der Kurzschluss Schaden anrichten kann“, erklärt Stoll. Dies wird durch den Einsatz von SIC-Mosfets ermöglicht, die neueste Technologie repräsentieren. Die Sicherungslosigkeit erlaubt eine Remote-Schaltbarkeit und sorgt dafür, dass das Gerät immer wieder einschaltbar ist.

Future Systems hat bei der Entwicklung des Motus C14 seine vollen Kompetenzen eingebracht. Von der Ideenfindung bis zur Umsetzung von Hard- und Software wurde alles inhouse entwickelt. Die Ideen und Patente des Unternehmens spiegeln sich im gesamten technischen Inhalt wider, angefangen bei Schaltungskonzepten bis hin zu Funktionsalgorithmen. Darüber hinaus führt die enge Zusammenarbeit mit dem Fertigungspartner in Deutschland zu optimaler Fertigbarkeit, Kosteneffizienz, Testbarkeit und Lieferfähigkeit.

Künstliche Intelligenz kann nur dann Mehrwert schaffen, wenn die Herausforderungen konkret verstanden und formuliert werden.

Sebastian Stoll, Product Management/Sales, Future Systems

Die Rolle von Embedded Systems und KI

Zu den Trends in der Fabrikautomatisierung gehört für Sebastian Stoll die wachsende Nachfrage nach Transparenz, Planbarkeit und Effizienzsteigerung. Um diese Ziele zu erreichen steigt die Zahl der erfassten Daten. „Die Kunst liegt darin diese Daten intelligent zu nutzen“, sagt Stoll. „Künstliche Intelligenz kann nur dann Mehrwert schaffen, wenn die Herausforderungen konkret verstanden und formuliert werden.“ Future Systems versteht sich als Partner, der dieses Verständnis entwickelt und Mehrwert schafft.

Zu den weiteren Trends in der Fabrikautomatisierung zählen außerdem die Elektrifizierung und der Wandel von Pneumatik zu Elektrik. „Elektrischer Strom wird als effizientere Art der Energieverteilung immer wichtiger“, erklärt Stoll.

Mit einer Kombination aus Hard- und Software bietet Future Systems Lösungen, die die Inbetriebnahme, Installation und Wartung vereinfachen – und möchte als Partner für die Fabrikautomatisierung eine wichtige Rolle spielen.

SPS 2023: Halle 9, Stand 350

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