Messsystem Integriertes Messsystem misst präzise wie ein Glasmaßstab

Redakteur: Jan Vollmuth

Höchste Positioniergenauigkeit auch in stark schmutzbelasteten Arbeitsräumen erreicht das weiterentwickelte Integrierte Messsystem IMS-I von Rexroth. Die kompakte Lösung für Kugel- und Rollenschienenführungen arbeitet induktiv und erzielt Wiederholgenauigkeiten, die bislang den Einsatz von Glasmaßstäben erforderten.

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Unempfindlich gegen Verschmutzung und Störfelder: Integriertes Messsystem IMS-I für Schienenführungen.
Unempfindlich gegen Verschmutzung und Störfelder: Integriertes Messsystem IMS-I für Schienenführungen.
(Bild: Bosch Rexroth)

Das inkrementelle IMS-I erfasst Messstrecken bis zu 4.500 mm. Mehrere Führungswagen können unabhängig voneinander auf der gleichen Schiene positioniert werden.

Wenn Kühlschmiermittel und Späne durch den Arbeitsraum spritzen, starke elektrische und magnetische Felder die Sensoren stören, dann benötigen Konstrukteure ein gleichermaßen robustes wie genaues Wegmesssystem. Jetzt bietet das weiter entwickelte Integrierte Messsystem IMS-I von Rexroth mit einer Positionier-Wiederholgenauigkeit von 0,25 µm eine kompakte Alternative.

Integriert und präzise

Beim integrierten Messsystem wird in ein Stahlband eine hochpräzise Periodenteilung eingeätzt. Die Maßverkörperung wird in die Profilschiene integriert und über die gesamte Länge durch ein dicht verschweißtes Edelstahlband geschützt. Diese Verbindung hält auch extremen Vibrationen und Stößen bis zu 10 G stand. In die Führungswagen integriert Rexroth eine hochempfindliche Auswertungselektronik, und ermöglicht dadurch die Positionserfassung dicht am Tool Center Point. Weitere externe Anbauteile sind nicht notwendig. Damit unterstützt das integrierte Messsystem den Trend zu platzsparenden Konstruktionen und fügt sich mit geringem Aufwand auch in beengte Bauräume ein. Dies ermöglicht einfache und platzsparende Maschinenkonstruktionen.

Bei der Weiterentwicklung zum IMS-I hat Rexroth den Abstand vom Sensor zur Maßverkörperung optimiert und so die Unempfindlichkeit gegenüber Spänen, Staub und Schmutz gesteigert. Das induktive Messsystem arbeitet berührungslos und damit verschleißfrei. Es deckt Verfahrwege bis zu 4.500 mm ab. Dabei können mehrere Führungswagen auf einer Profilschiene unabhängig voneinander ihre Positionen erfassen und genau anfahren.

So genau wie ein Glasmaßstab

Die Wiederholgenauigkeit erreicht 0,25 µm und die Präzision der Maßverkörperung beträgt +/- 3 µm/m. Damit ist das IMS-I nahezu leistungsgleich mit Glasmaßstäben. Im Gegensatz zu diesen benötigt das IMS-I aber in der Schutzklasse IP 67 keine Sperrluft mit Mikrofeinfilter und entsprechender Verschlauchung. Das reduziert die System- und Betriebskosten.

Rexroth integriert die IMS-I-Sensorik komplett in die Kugel- und Rollenschienenführungswagen aller Varianten und verringert den Aufwand in der Montage und beim Service. Durch den Austauschbau von Rexroth passen alle Führungswagen der entsprechenden Baugröße auch mit IMS-I auf die Profilschienen der unterschiedlichen Genauigkeitsklassen. Das vereinfacht die Logistik für die Inbetriebnahme und den Austausch im Servicefall.

Mit der hohen Genauigkeit und Robustheit eignet sich das IMS-I für eine Vielzahl von Anwendungen: für Positionierungsaufgaben bei Laserschneidmaschinen, zur Synchronisation von Stößeln in Pressen, der High-speed-Entnahme von PET-Flaschen, in der Holzverarbeitung sowie 3D-Druckern mit abrasiven Stäuben. Das IMS-I ist für den direkten Anschluss an IndraDrive Servoantriebe von Rexroth sowie alle anderen marktgängigen Servoantriebe vorbereitet. (jv)

Automatica 2014: Halle A6, Stand 502

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