Megatron

Joysticks als vielseitige Bedienelemente in der Sicherheitstechnik

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Plug and Watch nach Wunsch

Zusätzlich zu den Standardkonfigurationen sind auch kundenspezifische Sonderausführungen möglich. Hier kann Megatron anders als reine Komponentenanbieter die Platine nach Kundenwunsch gestalten. Konsolenhersteller finden hier Unterstützung beim optimal auf die Anwendung abgestimmten Design. Tasten oder andere zusätzliche Funktionselemente können so mit auf der Platine untergebracht werden, was zusätzlich Bauteile einzusparen hilft. Wird der Joystick abwechselnd als Joystick oder Maus verwendet, erleichtert ein ebenfalls auf der Platine montierter DIP-Schalter das Umschalten. Als kundenspezifische Funktion kann auch der USB-Header nach Wunsch programmiert werden, so dass das Gerät mit dem gewünschten Namen erkannt wird.

Einstecken und schon funktionsbereit

Ein Joystick als Stand-Alone-Desktop-Ausführung stellt die unkomplizierteste und schnellste Verbindung zum Industrie PC her. Er wird zugesteckt und ist sofort funktionsfähig. Der Mach V hat zwei programmierbare Funktionstasten im Knüppel und zehn im Gehäuse. Damit ist er als Teil einer Videoanlage für die Ansteuerung mehrerer Dome- und PTZ-Kameras geeignet. Andere Geräte sind für den Einbau in die Konsolen gedacht und werden dort verkabelt. Hier sind eine geringe Einbautiefe sowie einfache Montage besonders wichtig.

Das Größte, dass er so klein ist

Die neueste Fingerjoystickserie 844 ist auch für drei Achsen ausgelegt und stellt mit nur 19 mm Einbautiefe minimale Platzanforderung im Panel. Als eine Option für die Bedienung kann der Anwender eine Bewegungsvorzugsrichtung auswählen, so dass der Joystick in reiner X- oder Y-Richtung leichter als diagonal zu bewegen ist. Auch eine Federrückstellung auf die Mittellage ist möglich. Als Signalausgänge bietet der 844 analoge oder PWM-Ausgänge an. Die Pulsweitenmodulation wird neben industriellen Einsätzen auch häufig für die Ventilsteuerung in mobilen Anwendungen eingesetzt. Durch die Knüppelbewegung des Joysticks wird die aktive Pulsbreite und damit das Tastverhältnis zwischen High- und Low-Level verändert.

Doppelt hält besser

Für die besondere Sicherheit im laufenden Betrieb sind die Sensorelemente aller Achsen in einer redundanten Ausführung erhältlich. Diese Option wird auch als dual sensor output im Gegensatz zum single output (einfacher Ausgang) bezeichnet. Bei den dual sensor output-Ausführungen ist lediglich der Magnet einfach, der komplette Chip ist doppelt aufgebaut, bis hin zu Spannungsversorgung, Masse und Signalausgang. Die Steuerung prüft bei zwei Signaleingängen, ob die Signale identisch sind. Der jeweilige Prozess wird dann nur ausgeführt, wenn die beiden Sensoren gleiche „Aussagen“ treffen. Fehlt ein Signal oder widersprechen sie sich, gibt das Gerät eine Fehlermeldung aus. Zu große Toleranzen führen dann je nach Einstellung zum Anfahren einer sicheren Position oder dem Abschalten der Maschine. Stehen steuerungsseitig keine zwei analogen Eingänge pro Drehachse zur Verfügung, gibt es mit der Option Mittellagensignal (Center Detect) eine alternative Sicherheitsfunktion. In diesem Fall reicht ein analoger und ein digitaler Eingang.

Eingebaute Sicherheit

Die Steuerung wird erst aktiv, wenn ein analoges Verfahrsignal anliegt, und gleichzeitig das Mittellagensignal eine Auslenkung des Knüppels indiziert. Das doppelte Ausgangssignal mit Cross-Kennlinie bietet ein weiteres Sicherheitselement: Wenn die Kennlinien nicht standardmäßig parallel, sondern gegenläufig angelegt sind, lässt sich über diesen Verlauf sogar ein Kurzschluss zwischen den beiden Signalleitungen detektieren. Eine erweiterte Sicherheitsfunktion bei gleicher Steuerungsarchitektur stellt die Option Totmannschalter dar. Hier muss der Bediener einen Schalter drücken, um die Joystickfunktionen zu aktivieren. Diese Anordnung verhindert zuverlässig die versehentliche Aktivierung des JS durch ungewollte Knüppelbewegungen bzw. Fehler in der Signalübertragung die auf Leitungsbruch oder Defekt basieren. Redundante Ausführungen der Sensorik sind Teil vieler Sicherheitskonzepte und entsprechen den Anforderungen der Maschinenrichtlinie.

(klu)

(ID:323720)