VDMA-Jahresbilanz Leichter Stellenabbau trotz Produktionseinbruch im Maschinenbau

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Obwohl die Wirtschaft in der Krise steckt, können die Maschinen- und Anlagenbauer ihre Belegschaft halten. Von der neuen Regierung fordert der VDMA umfangreiche Reformen für den Arbeitsmarkt.

Für 2025 erwartet der VDMA einen Anstieg der Kurzarbeit. (Bild:  industrieblick - stock.adobe.com)
Für 2025 erwartet der VDMA einen Anstieg der Kurzarbeit.
(Bild: industrieblick - stock.adobe.com)

Trotz einer schwierigen Konjunktur hat der Maschinen- und Anlagenbau seine Position als größter industrieller Arbeitgeber Deutschlands behaupten können. Zwar sank laut einer Mitteilung die Beschäftigtenzahl im Jahr 2024 um 6.800 Stellen auf 1,02 Millionen, doch angesichts eines Produktionsrückgangs von 7,5 Prozent fällt der Stellenabbau moderat aus.

Viele Unternehmen setzen auf Kurzarbeit und flexible Arbeitszeitmodelle, um ihre Fachkräfte zu halten. Die Zahl der Kurzarbeitenden im Maschinenbau lag im Oktober bei 53.000, Tendenz steigend. Laut VDMA-Konjunkturerhebung erwartet jedes vierte Unternehmen eine Zunahme der Kurzarbeit im ersten Halbjahr 2025. Dennoch rechnen rund 60 Prozent der Betriebe damit, ihre Stammbelegschaften stabil zu halten.

VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers warnt jedoch vor weiteren Belastungen: Strukturelle und konjunkturelle Faktoren könnten den Personalabbau verstärken. Reformen sind dringend erforderlich, um Beschäftigung zu sichern. Höhere Sozialversicherungsbeiträge und strikte Arbeitszeitvorgaben gefährden den Industriestandort. Der VDMA fordert daher eine Entlastung der Unternehmen und flexible Arbeitszeitregelungen. „Alle sind sich einig, dass wir den industriellen Mittelstand halten wollen. Wer es ernst damit meint, darf vor teils schmerzhaften Reformen im Arbeitsmarkt nicht zurückschrecken“, so Wiechers.

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