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Kabel

Leitungen für Lebensmittel

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3 Hygienezonen für spezielle Anforderungen

Je näher ein Bauteil dem Lebensmittel kommt, umso höher sind die Anforderungen. Man unterscheidet drei Hygienezonen:

  • Produktzone: Diese kommt regelmäßig mit dem Lebensmittel in Berührung. Beispiele sind Rührer, Fülldüsen, Messer oder Schneidevorrichtungen.
  • Spritzzone: Das sind Bereiche und Maschinen, die mit dem Lebensmittel in Berührung kommen können, etwa durch Verspritzen. Ob das Lebensmittel zurück in die Produktzone gelangen kann, bewertet ein Gutachter oder der Hersteller in einer Risikoanalyse.
  • Nicht-Produktzone: Alle Bereiche und Einrichtungen in einer Fabrik, die nicht direkt mit dem Lebensmittel in Berührung kommen. Dennoch werden auch diese oft zusammen mit den sensibleren Bereichen gereinigt.

Spritzzone und Produktzone müssen besonders häufig und gründlich gereinigt werden. Gerade dort werden Kabel oft enger gebündelt, weil technische Inspektoren eine möglichst feste Verlegung verlangen. Für die Reinigung wäre eine lockere Verkabelung aber besser – hier gilt es, einen guten Mittelweg zu finden. Häufig verlegen Elektriker die Kabel mit etwas Überlänge, um eine Reserve zu haben – das ist zwar bequem, allerdings sind die Schleifen Schmutzfänger. Generell stellten die Teilnehmer der Safe Food Factory fest, dass Kabel idealerweise so verlegt werden sollten, dass sie möglichst weit von den intensiven Reinigungsprozessen entfernt sind. Außerdem bietet sich die Verwendung von Hybridleitungen an, denn wenn mehrere Kabel in einem kombiniert werden, gibt es entsprechend weniger Kabel mit weniger Zwischenräumen, in denen sich Verunreinigungen festsetzen können.

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Widersprüchliche Vorgaben in den USA

Eine weitere Herausforderung für die Hersteller von Ausrüstung für die Lebensmittelindustrie sind widersprüchliche Anforderungen in den USA: Wer dorthin exportieren will, muss einerseits die Vorgaben der NFPA nach maximalem Brandschutz erfüllen. Andererseits sieht die FDA Kabel mit reduzierter Brandfortleitung kritisch, weil manche brandhemmenden Additive ausgasen und so die Rohstoffe verunreinigen können. Hier muss man im Einzelfall genau abwägen.

Die Lösung sind oft spezielle Verkabelungslösungen für die Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie, die Produktivität, Sicherheit und Qualität zu erhöhen. Die Lapp Gruppe wird ihr Portfolio für die Branche entsprechend den Kundenanforderungen weiter ausbauen. Weitere Anwendungsmöglichkeiten bieten sich in der Pharmabranche, weil dort die Anforderungen teilweise vergleichbar sind.

* *Andreas Bauer, Head of Product Management PSM, U.I. Lapp

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