Automation mit Fantasie: der Gewinner Manuel Trimpop überzeugte mit der Visualisierung einer Heizungsanlage

Redakteur: Reinhard Kluger

Jetzt steht er fest: Der Gewinner des 7. Innovationswettbewerbs „Automation mit Fantasie“ heißt Manuel Trimpop und kommt aus Schalksmühle. Der Bonner Automatisierer Moeller und die

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Jetzt steht er fest: Der Gewinner des 7. Innovationswettbewerbs „Automation mit Fantasie“ heißt Manuel Trimpop und kommt aus Schalksmühle. Der Bonner Automatisierer Moeller und die Redaktion elektrotechnik - DAS AUTOMATISIERUNGS-MAGAZIN hatten Konstrukteure und Automatisierer aufgerufen, mit all ihrer Fantasie und Kreativität die vielseitigen Möglichkeiten des Automatisierungs-Starterkits easy Control von Moeller zu ergründen.

Pfiffige Lösung zum Energiesparen

Manuel Trimpop überzeugte mit einer pfiffigen Lösung, die dazu beiträgt, Energie zu sparen. Der Ingenieur der Fachrichtung Elektrotechnik suchte eine Alternative zur Ölheizung. Er kombinierte die vorhandene Ölheizung mit einer Holzvergaserheizung. Eine Anlage, die einen Pufferspeicher benötigt. In Schalksmühle sind das immerhin 2500 Liter Volumen. Sinkt die Temperatur unter 47 °C schaltet die Anlage auf die Ölheizung um. Weil in der vorhandenen Regelung kein zweiter Temperaturwert angegeben werden kann, um schon bei 52°C Pufferspeichertemperatur zusätzlich ein Nachlegesignal anzuzeigen, kam ihm die Idee zur Lösung mit Easy Control von Moeller. Zusammen mit einem Multiplexer zum Anschluss weiterer Pt-100-Sensoren entstand eine Lösung, die per PC visualisiert worden ist - alle per Easy Control machbar. Manuel Trimpop: „ An der Software finde ich schön, dass sie Herstllerübergreifend einsetzbar ist, und dass man Visualisierung und die Programmierung in einer Software erstellen kann.“

Der Hintergrund der Idee

Manuel Trimpop erklärt im Detail: „Wir haben uns seit ca. 2005 mit dem Thema „Heizen mit Holz“ beschäftigt, da wir im Zuge der steigenden Energiekosten eine Alternative zu unserer Ölheizung gesucht haben. Dieses war am Anfang eine Menge Arbeit an Informationssammlungen, da sich nicht viele Heizungsbaufirmen in unserem Umkreis mit diesem Thema auseinander gesetzt haben und die Anlage nicht so umsetzten konnten bzw. wollten wie wir das gerne an Funktionalität haben wollten. Daraufhin haben wir die Anlagenumsetzung selber geplant und umgesetzt. Wir haben jetzt die alte Öl-Heizung mit der Stückholzheizung kombiniert. Die Hauptheizleistung kann sowohl die eine als auch die andere Heizungsanlage übernehmen. Die Kombination beider Anlagen war für uns deshalb so wichtig, damit wenn keiner zu Hause ist der Frostschutz gewährleistet ist. Ich denke die Funktionsweise einer Ölheizung ist bekannt, deshalb gehe ich darauf nicht weiter ein.

Rechtzeitig umschalten

Holzvergaserheizungen arbeiten am effektivsten auf Volllast und man kann die Leistung der Heizungen nur schwer bzw. gar nicht regeln. Aus diesem Grund arbeiten diese Anlagen mit einem Pufferspeicher. Unsere Heizungsanlage hat einen Pufferspeicher von 2500 Litern. Die Heizungsanlage muss im Schnitt einmal am Tag angeheizt werden, je nach Witterung und Ladezustand des Speichers. (Im Winter unter 0 °C zweimal im Sommer für Warmwassererwärmung ca. alle 3 Tage) Die Holzheizung lädt den Pufferspeicher. Aus dem Pufferspeicher entnimmt das Heizungssystem das heiße Wasser und beschickt über einen Mischer das Heizungssystem. Um Warmwasser zu erzeugen wird aus dem Pufferspeicher der Brauchwasserspeicher geladen. Ist die Temperatur des Pufferspeichers unter 47 °C schaltet die Anlage auf den kleinen Kreis der Ölheizung um.

Wichtig: die zweite Temperatur

Da in der vorhandenen Regelung keine zweite Temperatur angegeben werden kann, um schon bei 52 °C Pufferspeichertemperatur zusätzlich ein Nachlegesignal anzuzeigen, war das der Auslöser für die Idee bei dem Wettbewerb mitzumachen. Der Pufferspeicher arbeitet in einem Temperaturbereich von 50 bis 95°C. Da im Zuge von steigenden Energiekosten wirtschaftlicher Betrieb immer wichtiger wird, wollte ich eine Visualisierung und eine Langzeiterfassung der Anlage machen um die Wirtschaftlichkeit zu überprüfen und ggf. verschiedenen Optimierungen durchzuführen. Dieses wir wahrscheinlich über einen Zeitraum von 2 Jahren erfolgen.

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