Plagiarius Das sind die dreistesten Produktfälschungen 2025

Von Melanie Krauß 1 min Lesedauer

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Jedes Jahr entstehen den Unternehmen in Deutschland massive Schäden durch Produkt- und Markenpiraterie. Die Aktion Plagiarius hat auch in diesem Jahr wieder die dreistesten Nachahmer ausgezeichnet.

Der Spielzeug-Mobilbagger „Bruder Roadmax“ der Bruder Spielwaren GmbH + Co. KG (Original links) wurde von einem chinesischen Hersteller dreist kopiert. (Bild:  Aktion Plagiarius e.V.)
Der Spielzeug-Mobilbagger „Bruder Roadmax“ der Bruder Spielwaren GmbH + Co. KG (Original links) wurde von einem chinesischen Hersteller dreist kopiert.
(Bild: Aktion Plagiarius e.V.)

Der Handel mit Billigprodukten und Plagiaten hat allein in den letzten beiden Jahren noch einmal massiv zugenommen. So wurden etwa 2023 an den EU-Außengrenzen mehr als 152 Millionen gefälschte Waren beschlagnahmt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg von 77 Prozent. Gleichzeitig stieg auch der Wert der beschlagnahmten Warten von rund 2 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf etwa 3,4 Milliarden Euro im Jahr 2023. Das zeigen die Angaben der Europäischen Kommission und des Amts der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO).

Speziell für den Maschinenbau ist laut einer aktuellen Studie des VDMA zwar ein Rückgang der Produkt- und Markenpiraterie zu verzeichnen. So waren 2024 nur noch 46 Prozent der Maschinen- Anlagenbauer betroffen (2022: 72 %) – ein historisches Tief. Gleichzeitig hat in der Branchen jedoch nach wie vor noch nahezu jedes zweite Unternehmen damit zu kämpfen. Der Schaden, der dadurch steht lag 2024 bei 4,1 Milliarden Euro.

Auch in diesem Jahr will die Aktion Plagiarius wieder auf das Thema aufmerksam machen. Dazu verleiht sie den gefürchteten Negativaward „Plagiarius“. Der Preis soll plumpe Eins-zu-eins-Nachahmungen in den Fokus rücken, „die dem Originalprodukt bewusst täuschend ähnlich sehen, rücksichtslos und moralisch verwerflich sind und zu Stillstand statt Fortschritt und Vielfalt führen“. Die Auszeichnung sagt zwar nichts darüber aus, ob ein nachgeahmtes Produkt im rechtlichen Sinne zulässig oder rechtswidrig ist, sie stellt jedoch eine Meinungsäußerung des Verbands dar.

Eine jährlich wechselnde Jury entscheidet dabei über die Preisträger. Diese erhalten im Vorfeld der Preisverleihung auf der Kosumgütermesse „Ambiente“ in Frankfurt nochmal die Gelegenheit, Stellung zu beziehen. Ab dem 14. Februar 2025 werden die Originalprodukte und Fälschungen dann in Museum Plagiarius in Solingen ausgestellt.

Das sind die Preisträger 2025

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