Sensoren Messende Sensoren für Bahnkantensteuerung, Stahlverarbeitung oder Einpresstechnik

Redakteur: Ines Stotz

Messende Sensoren sind für die Bahnkantensteuerung in der Papierindustrie der Stahlverarbeitung oder bei der Einpresstechnik an automatischen Pressen ebenso nötig wie für Messungen bei Drahtspulen und anderen Wickelgütern. Eltrotec bietet dafür eine Auswahl spezialisierter Sensoren unterschiedlicher Komplexität an. In jeder automatisierten Produktion müssen Kanten verfolgt oder Abstände, Durchmesser und Spalte überprüft und gemessen werden.

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Laser-Beam-Sensoren und Laser-Mikrometer bestehen aus Sender und Empfänger, die teilweise in großem Abstand voneinander platziert sind. Wenn Kanten oder Spaltbreiten vermessen werden sollen, geschieht dies anhand einer parallelen Laserlinie, die mit telezentrischen Optiken und Spaltblenden erzeugt wird. Die Abschattung einer Kante oder eines Spaltes erzeugt über den Empfänger ein proportionales lineares analoges Ausgangssignal. Auch über Distanzen von bis zu 8 m sind die Werte an jeder Stelle gleich und erlauben die zuverlässige Bahnkantensteuerung.

Für diese Aufgaben stehen bei Eltrotec die Serien LBS-MA-34, LZS, LBM oder CLS-K mit verschiedenen Messblenden oder Spaltbreiten mit Lichtleiter Querschnittswandlern zur Verfügung. Dickenmessungen im Abschattungsbetrieb zwischen Sender und Empfänger lassen sich gegen einen festen Untergrund dort messen, wo für einen Laserdistanzsensor der Platz zu gering oder die Umgebungstemperatur wegen der Nähe zum Sensor zu hoch ist. Tastabstände bis 200 mm und Reichweiten bis 2.000 mm sind das Einsatzgebiet der Lichtleiterverstärker-Serie CLS-K. Sie wird zur Lageerkennung, zur Positions- und Anwesenheitskontrolle und zur Längen- und Durchmesserprüfung eingesetzt. Die Messfrequenz beträgt bis zu 8 kHz, und am Analogausgang werden Signale von 0,1 bis 5 VDC oder 4-20 mA generiert. Auflösungen ab 0,1 mm werden hier für kleine Messbereiche erreicht. Für die Glaserkennung oder die Beschichtungskontrolle von Blechen ist optional eine Ausführung mit UV-Lichtquelle verfügbar.

Für jede Applikation die richtige Messung

Lichtleiterverstärker zur Riss- oder Kantenmessung finden beispielsweise in der Papierindustrie Verwendung, wo die Umgebungsbedingungen mit Temperaturen von ca. 100°C bei einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 98 Prozent jede Elektronik überfordern. Für andere Applikationen, bei denen höhere Genauigkeit und/oder Verfahrgeschwindigkeit benötigt wird, sind Laser-Beam-Sensoren die richtige Wahl. In anderen Fällen ist nicht die Lichtmengenmessung gefordert, sondern die Messung einzelner Lichtpunkte. Winkel und Auflösungen sind ebenfalls veränderbar. Hier gibt es mit den Baureihen LZS und LBM Ausführungen mit einem CCD-Aufnehmer, der Auflösungen im Mikrometerbereich ab 0,25 μm ermöglicht. Um große, bis zu acht Meter breite Glasplatten in der Fensterproduktion mit 0,1 mm Genauigkeit zueinander zu positionieren, wird ein Beamsensor mit CCD eingesetzt, der bis zu 50 Schaltschwellen von unterschiedlichen Gläsern abfragt und automatisch anpasst.

Auch Durchmesser, Spalten, Kanten und Segmenten sind mit den hochauflösenden CCD-Sensoren erfassbar. Mit den Laser-Mikrometern ist auch die Spaltmessung zwischen laufenden Wellen problemlos möglich. Der sichtbare Laserstrahl macht die Justage der Sensoren besonders einfach. Für stark verschmutzte Umgebungen und schwierige Oberflächen steht eine Glasoptik mit Interferenz- und Polfilter zur Verfügung.

Die Baureihe LZS ist für gerade Messungen oder als 90°-Ausführung mit Messbereichen bis 100 mm erhältlich. Sie misst mit einer Frequenz von bis zu 25 kHz. Ganz verschleißfrei, da ohne rotierenden Spiegel, arbeitet die Baureihe LBM40. Sie ist mit einer LED-Lichtquelle ausgestattet, deren Auflösung und Genauigkeit dreimal so hoch ist wie bei den Laserversionen. Dadurch ist diese Ausführung besonders für die Messung von Kanten, Durchmessern oder Segmenten im Mikrometer geeignet. Der 40-mm-Messbereich hat dabei eine Reichweite mit fest eingestellter Montageschiene von maximal 400 mm bei 0,25 μm Auflösung.

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