TÜV Süd Messtechnikdienstleistungen mit 10-Meter-Absorberhalle ausgebaut

Redakteur: Sariana Kunze

Mit der neuen 10-Meter-Absorberhalle im bayerischen Straubing baut das internationale Prüf- und Zertifizierungsunternehmen TÜV Süd sein Spektrum an EMV-Dienstleistungen weiter aus.

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Ein Drehtisch mit sechs Metern Durchmesser und einer zuverlässigen mechanischen Last bis zu sechs Tonnen bieten für die EMV-Spezialisten von TÜV Süd Senton die Möglichkeit, auch große Maschinen, Fahrzeuge, Anlagen und Komponenten zu prüfen. Anfang März ist die drei Mio. Euro Investition offiziell in Betrieb gegangen. Die neue Anlage ist eingebettet in das internationale EMV-Prüfungsnetz von TÜV Süd mit Laborstandorten in Europa, Asien und den USA.

In den neunen Prüfeinrichtungen von TÜV Süd Senton in Straubing sind vollständige Messungen der Störaussendung von Störfestigkeit im Frequenzbereich von 30 MHz bis 18.000 MHz mit einer Messentfernung von bis zu zehn Metern möglich. Ein großer Drehtisch mit einem Durchmesser von sechs Metern und einer Tragfähigkeit von 6.000 kg bietet ideale Voraussetzungen, um beispielsweise auch Fahrzeuge und große Industriegüter messen zu können. Weitere Daten der neuen 10-Meter-Absorberhalle: ebenerdige Halleneinfahrt durch ein 4,2x4,2 Meter großes Tor; Speisung der Prüfmuster: AC max. 63 A je Phase Drehstrom; DC 80 V/50 A vorhanden, Einspeisung über Filter bis max. 1000 VDC/63 A möglich; Druckluft; Wasserzuführung und -ablauf.

„Mit der neuen 10-Meter-Absorberhalle können wir die EMV-Dienstleistungen für die Hersteller und Importeure von Anlagen, Geräten und Produkten aus zahlreichen Branchen weiter ausbauen“, sagte Joachim Birnthaler, Geschäftsführer der TÜV Süd Product Service GmbH, bei der offiziellen Einweihung. TÜV Süd hat rund drei Mio. Euro in die neue Anlage investiert. Ob Medizintechnik, Automotive-Komponenten, Signaltechnik für den Bahnbereich, Industriemaschinen, Baugeräte oder Konsumprodukte - mit der neuen Absorberhalle werden die Rahmenbedingungen für die TÜV Süd - Kunden noch komfortabler. „Durch den großzügigen Zuschnitt der Halle und die ebenerdige Zufahrt funktioniert auch die Prüfung von Fahrzeugen, von land- und forstwirtschaftlichen Geräten oder von voluminösen Industriegütern problemlos“, sagt Johann Roidt von TÜV Süd Senton.

Geprüft wird nach nationalen und internationalen Normen

Die 10-Meter-Absorberhalle in Straubing bietet TÜV Süd auch die Möglichkeit, den Service rund um die neue europäische Maschinenrichtlinie 2006/42/EG weiter auszubauen. Die Fachleute von TÜV Süd Senton decken im EMV-Bereich das komplette Spektrum der nationalen und internationalen Normen und Vorgaben ab. So prüfen sie nach der EMV-Richtlinie EU 2004/108/EG, sie sind mit den Normen der Reihe EN/IEC 61000-4 bestens vertraut und führen auch Störaussendungsmessungen nach speziellen Produktnormen wie CISPR 11, CISPR 14 oder CISPR 22 durch. EMV-Prüfungen nach der Automotive-Richtlinie sowie Störaussendungsmessungen an Fahrzeugen nach CISPR 12 und CISPR 25 gehören ebenso zum Repertoire wie der Nachweis für die Einhaltung von Standards und Werksnormen der Kfz-Hersteller. Die EMV-Fachleute von TÜV Süd Senton decken zudem die Prüfung für die Wirtschaftsräume USA (zum Beispiel FCC Parts 15, 18) und Kanada (Industry-Canada-Standardas) ab. „Die Zusammenfassung der Prüfungen für verschiedene Zielmärkte ermöglicht eine effiziente und kostenoptimierte Abwicklung“, sagte Roidt. „Wir beraten unsere Kunden natürlich auch bei der Zusammenstellung von pragmatischen Prüfungspaketen.“ Im Bereich EMV hält TÜV Süd Senton umfangreiche nationale und internationale Akkreditierungen und Zertifizierungen - etwa bei der Deutschen Akkreditierungsstelle Technik (DATech), beim Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), bei der Federal Communications Commission (FCC) in den USA sowie bei Industry Canada.

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