ECAD Michael Widmann, WSCAD, über die gemeinsame Zukunft zweier ECAD-Programme
Wieder einer weniger. Der Markt an Anbietern von E-CAD-Software schrumpft seit Jahren. Die Konzentration setzt sich fort. So hat jetzt WSCAD, das zur Unternehmensgruppe Buhl Data Service gehört, kürzlich erst den Geschäftsbereich „ELEKTROCAD“ von Aucos übernommen. Langfristig will man beide Produkte auf eine gemeinsame Plattform stellen.
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Herr Widmann, was ändert sich mit der Übernahme für ihre Kunden und die von Aucos?
Für WSCAD-Kunden ändert sich nichts. ELEKTROCAD-Kunden werden aber in naher Zukunft von den WSCAD-Begleitdaten profitieren und können die von WSCAD zur Verfügung gestellten Symbole und Artikeldaten nutzen.
Sie sprechen von Synergien, die sich mit der Übernahme ergeben. Was konkret ist gemeint? Sind beide E-CAD-Programme kompatibel?
Beide Produkte haben ihre individuellen Stärken. Als Beispiel ist bei dem Programm ELEKTROCAD der Schaltschrankaufbau mit Autorouting zu nennen und bei WSCAD die hohe Skalierbarkeit des Systems sowie die große Zahl an Symbolen und Artikeldaten. Da sich die Systeme im Programmaufbau und Handhabung ähnlich sind, ist die Basis für eine gemeinsame Zukunft vorhanden.
Wird es künftig nur noch ein gemeinsames E-CAD-Programm geben? Und ab wann?
Aktuell werden beide Versionen weiterhin gepflegt. Mittelfristig ist eine gemeinsame Plattform als Nachfolgeversion für beide Produkte geplant, welche das Beste aus beiden Systemen vereint und dadurch einen hohen Grad an Funktionalität zur Verfügung stellen wird.
WSCAD gibt an, rund 28.000 Lizenzen im Markt zu haben. Wie viele kommen denn jetzt mit „ELEKTROCAD“ hinzu? Welchen Marktanteil haben Sie hinzugekauft?
Wie viele Kunden genau hinzukommen sind, muss noch geklärt werden. Zur Zeit werden die entsprechenden Daten für eine genauere Analyse aufbereitet. Diese müssen noch mit den bestehenden WSCAD-Kunden abgeglichen und ausgewertet werden.
WSCAD bezeichnet sich als Preisführer bei E-CAD-Software. Bleibt es künftig dabei oder will man in andere Segmente und Anwendungen einsteigen?
Dass wir ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis haben, ist unbestritten. Dies wird auch in Zukunft so bleiben, wobei wir natürlich neue Märkte erschließen werden. Neben der reinen Software werden wir den Kundennutzen weiter ausbauen z.B. im Bereich Service und Dienstleistungen sowie auch das Ausland aktiver bearbeiten.
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