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Tipps für eine sichere Fahrt
„Gerade in der dunklen Jahreszeit sollten Elektroradler Vorsicht walten lassen“, mahnt Florian Niklaus, Produktmanager beim Radhersteller Winora. Bei den nicht mehr sehr verbreiteten Modellen mit Vorderradantrieb kann starke Beschleunigung dazu führen, dass das Vorderrad auf glattem Untergrund wegschmiert, um nur ein Beispiel zu nennen. Auch moderne Bremsanlagen bedürfen einiger Vorsicht, erklärt der Fachmann. „Wer nach längerer Radfahr-Abstinenz mit einem E-Bike wieder einsteigt, sollte sich langsam an die starke Wirkung moderner Scheibenbremsen herantasten, um ein Blockieren bei starkem Griff in die Eisen zu vermeiden.“ Wie bei jedem anderen Rad könne zudem auch beim E-Bike der Sattel etwas abgesenkt werden, um in brenzligen Situationen schneller mit den Beinen auf dem Boden zu sein, rät Monica Savio von Selle Royal.
Der Bereifung kommt beim E-Bike eine große Bedeutung zu, erst recht bei Nässe. Zum einen müssen höhere Antriebskräfte auf die Fahrbahn übertragen werden, zum anderen ist die Verzahnung des Reifens mit dem Untergrund beim Verzögern wichtig, da eine größere Gesamtmasse aus einer höheren Geschwindigkeit eingebremst werden muss. „An E-Bikes favorisieren wir deshalb eher breite Reifen“, erklärt René Marks vom Reifenhersteller Schwalbe. „Ihre größere Aufstandsfläche verbessert die Haftung und damit die Fahrsicherheit, außerdem ist ein größeres Volumen ein guter Schutz gegen Durchschläge.“ Mit der Energizer-Serie bietet Schwalbe spezielle Reifen an, die auch auf die Anforderungen schneller E-Bikes abgestimmt sind.
E-Bike-Fahrer werden oft unterschätzt: Kfz-Lenker rechnen nicht damit, dass ein Radler so schnell unterwegs ist. Helles Licht ist da ein probates Gegenmittel. „Mit der Verbreitung unserer 40-Lux-Strahler haben viele Radfahrer festgestellt, dass ein sehr heller Scheinwerfer Autofahrer automatisch vorsichtiger agieren lässt“, erinnert sich Sebastian Göttling vom Beleuchtungsspezialisten Busch & Müller. Eine aktuelle Frontleuchte wie der „Lumotec IQ Cyo Premium E“ mit 80 Lux Lichtleistung bringt natürlich auch Gefahrenstellen schneller ans Licht, selbst bei E-Bike-typisch höherem Tempo. Der Scheinwerfer wird über den Fahrzeugakku betrieben und versorgt über spezielle Anschlüsse handelsübliche Dynamo-Rücklichter. So gesehen sind die Herausforderungen winterlichen Elektroradelns vielleicht doch nicht so groß – also Akku einrasten, Helm auf und los geht’s! [pd-f/cg]
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