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Elektromobilität Mit dem E-Bike sicher durch Herbst und Winter

| Autor / Redakteur: Gunnar Fehlau / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Wie bringt man sich und sein E-Bike gut durch die dunkle, kalte Jahreszeit? Der Pressedienst-Fahrrad hat Experten befragt und stellt die wichtigsten Fakten für problemloses Elektroradeln im Winter vor.

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Sehr helle Scheinwerfer lassen Autofahrer automatisch vorsichtiger agieren.
Sehr helle Scheinwerfer lassen Autofahrer automatisch vorsichtiger agieren.
(Quelle [´www.pd-f.de / Kay Tkatzik´])

Wer im Frühjahr einen guten Vorsatz in die Tat umgesetzt und sich ein E-Bike gekauft hat, blickt nun, da der Sommer seinem Ende entgegengeht, auf viele, vielleicht sogar tausende von flotten Kilometern zurück. Genug, um das neue Elektrorad in- und auswendig zu kennen, sollte man meinen – doch die echte Bewährungsprobe kommt erst noch: „Radfahren in Herbst und Winter macht nach wie vor viel Spaß“, sagt Fachjournalist und Alltagsfahrer Gunnar Fehlau beim Pressedienst-Fahrrad. „Auf ungemütliches Wetter und veränderte Streckenbedingungen kann man sich nämlich gut einstellen.“

Das E-Bike überwintern…

Wenn Ende Oktober kalter Dauerregen einsetzt und man sein E-Bike doch lieber stehen lässt, ist die Frage, wo. „Ideal ist natürlich ein geschützter, trockener Stellplatz wie im Hausflur oder im Keller“, so Anja Knaus vom E-Bike-Hersteller Flyer. Die Unterbringungsmöglichkeiten sollten bereits in die Kaufentscheidung einfließen, rät die Expertin, denn: „Ein 28“-Tourenrad mit knapp 30 kg bekommt man nicht unbedingt eine enge Kellertreppe runter; ein 20“-Modell wie unser Flogo, das ohne Akku 20 kg wiegt, dagegen schon.“

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E-Bikes, die längere Zeit draußen stehen müssen, sollten unter einer wasserdichten Schutzhülle abgestellt werden. „Dabei muss man aber die Kondenswasserbildung im Auge behalten“, rät Peter Horsch vom E-Radhersteller Riese & Müller. „Um Korrosion vorzubeugen, sollte das Rad immer wieder die Chance haben, bei gelupfter Plane abzutrocknen.“ Wer sich neben der Feuchtigkeit auch um Diebstahl keine Sorgen machen möchte, greift gleich zur Edelvariante der temporären Plane, einer fest installierten, wetterbeständigen und abschließbaren Fahrradgarage wie der Bikebox 1 von WSM.

In jedem Fall, so Horsch, muss der Akku im Haus aufbewahrt werden. „Bei längerer Stilllegung ist es empfehlenswert, den zu 50 bis 80 Prozent aufgeladenen Akku bei Zimmertemperatur zu lagern, da die Batterie sonst Schaden nehmen kann.“ Bei Lagerzeiten von drei Monaten oder mehr empfiehlt der Fachmann ein Nachladen.

… oder doch lieber fahren?

Radfahren bei kalter Trockenheit ist dank moderner Funktionsbekleidung kein Problem mehr, auf dem E-Bike wie auf dem unmotorisierten Rad. „Eine zusätzliche wärmende Schicht ist E-Bike-Fahrern allerdings wärmstens ans Herz zu legen“, schmunzelt Stephanie Herrling vom Bekleidungsspezialisten Vaude – logisch, denn wer mit elektrischem Rückenwind fährt, erreicht nicht so schnell die körpereigene Betriebstemperatur.

Gut aufgewärmt sollte auch der Akku sein, denn dann laufen die elektrochemischen Prozesse in seinem Inneren besonders effizient ab. An kalten Tagen sind Neoprenhüllen zu empfehlen, wie sie von der Zubehörfirma Fahrer ab 39 Euro angeboten werden. Die sorgen nämlich dafür, dass der Akku seine Betriebstemperatur nicht so schnell verliert. Ist man am Ziel angekommen, sollte man die Batterie mit hinein nehmen. Die offenliegenden Kontakte sollten dann allerdings vor Regen und Schnee geschützt werden, bei der Electric Cap übernimmt das ebenfalls elastisches Neopren.

In Herbst und Winter Rad zu fahren, erfordert Umsicht und Erfahrung. Jeder Alltagsradler kennt die tückischen Stellen auf seinen Wegen – ein schmaler Pfad, auf dem das nasse Laub besonders lange liegen bleibt, ein Bahnübergang mit rutschigen Gummimatten oder eine schlecht einsehbare Engstelle, an der einem immer mal wieder ein anderer Radler entgegenkommt. E-Biker sehen sich hier vor die gleichen Herausforderungen gestellt wie unmotorisierte Radfahrer – mit dem Unterschied, dass sie tendenziell flotter unterwegs sind.

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