AS-Interface-Modul – passt in jede Anlage Mit innovativem Dichtkonzept in Schutzart IP68/69k

Redakteur: Ines Stotz

Maschinenbau und Prozesstechnik brauchen robuste Lösungen: In diesem Sinne überzeugt ein neues AS-Interface-Modul von Pepperl+Fuchs jetzt durch ein zweistufiges Dichtkonzept in Schutzart IP68/IP69k. Dampfstrahler und Reinigungslösungen lassen es nämlich unbeeindruckt, und wegen der glatten Oberflächen können sich auch keine Schmutznester bilden – obwohl auf einen Verguss komplett verzichtet werden konnte.

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Wie bei der elektrischen Zahnbürste, sorgen radial wirkende O-Ringe für Dichtigkeit im G11-Modul in Schutzart IP68/69k. Das Gehäuse ohne Ecken und Kanten lässt sich einfach reinigen, bietet keine Schmutznester und braucht mit 85 mm Durchmesser wenig Platz für acht M12-Steckplätze. Durch die runde Bauform ist die Orientierung zum Flachkabel frei wählbar. Eine Beschränkung auf 90° oder 180° gibt es nicht. Eine Ausgangsüberlast wird mit roter Diagnose-LED direkt am betroffenen M12-Steckplatz angezeigt. Der Anschluss an AS-Interface kann direkt per Flachkabel oder wahlweise über einen M12-Stecker erfolgen. Das Modul erfüllt die Spezifikation „AS-Interface POWER24“ und kann auch mit 24 V betrieben werden. Die Montagemöglichkeit über zwei M5-Schrauben und die stabile runde Bauform sorgt für extreme Robustheit und Trittfestigkeit.

Pepperl+Fuchs bietet Uniques & Valuables

Pepperl+Fuchs ist einer der großen Systemanbieter für AS-Interface. „Unsere Feld- und Schaltschrankmodule sind technisch führend, was man zum Beispiel an der Überlastanzeige der Ausgänge am M12-Port sieht, was so kein Marktteilnehmer bietet“, sagt Dr. Konrad Kern, Produktmanager des Geschäftsfelds Systeme bei Pepperl+Fuchs. Schließlich spart dies wertvolle Zeit bei der Fehlersuche. Die Kontaktpins der Feldmodule sind aus Vollmaterial gedreht, vergoldet und sehr spitz. Dies ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal für den zuverlässigen Kontakt, die hohe Stromtraglast und man vermeidet so Beschädigungen der Einzeladern im Flachkabel.

Kompaktes AS-i-Modul G11 in Schutzart IP68/69k mit 2-fach Dichtkonzept, freier Orientierung des Flachkabels und Ausgangsüberlastanzeige am betroffenen M12-Port. (Archiv: Vogel Business Media)
Kompaktes AS-i-Modul G11 in Schutzart IP68/69k mit 2-fach Dichtkonzept, freier Orientierung des Flachkabels und Ausgangsüberlastanzeige am betroffenen M12-Port. (Archiv: Vogel Business Media)

„Schon bisher haben wir mit den Baureihen G12-Flachmodule in werkzeugloser Schnellanschlusstechnik, den G16-Kompaktmodulen mit nur 30 mm Baubreite und den G4-Modulen für den Anschluss über Kabelverschraubung viel Auswahl geboten. Das innovative G11-Modul in höchster IP-Schutzart vereinigt Robustheit und Kompaktheit sowie völliger Freiheit bei der Flachkabelführung in einem Produkt“, erklärt der Experte weiter und stellt die Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten dar:

Diese Bauform garantiert Dichtigkeit auf lange Zeit

Jedem Techniker ist intuitiv klar, dass eine runde Bauform unmittelbar mit einem perfekten Dichtkonzept zusammenhängt. Was ist aber hierbei innovativ und neu im Vergleich zu bestehenden Lösungen am Markt? Viele Produkte nutzen Gummi- oder O-Rinddichtungen, die zwischen zwei Ebenen mit direkter Krafteinwirkung gepresst werden. Dazu werden meist mehrere Schrauben verwendet, die ein über die Dichtkontur unterschiedliches Kraftprofil auf die Dichtung wirken lassen. Dies ist beim G11 anders.

? Zentrale Kraftwirkung

Hier wirkt eine zentrale Schraube auf ein perfekt symmetrisch geformtes Gehäuse, das über seine konische Formgebung eine definierte und vor allem radiale Kraftwirkung auf die O-Ring Dichtungen ausübt, die über die gesamte Dichtkontur exakt gleich ist. Selbst Formveränderungen durch Temperatur oder aufgrund von Teiletoleranzen werden durch die runde Form am besten ausgeglichen, da die runde Form keine besonderen Angriffspunkte bietet und die stabilste aller Formen gegen äußere Kräfte ist.

Auch der Anpressdruck der massiven, gedrehten und vergoldeten Kontakt-Pins mit umlaufender Dichtkontur ist perfekt symmetrisch angeordnet. Die kurze Länge der Dichtung mit kleiner Auflagefläche sorgt für perfekten Anpressdruck und hat sich schon beim AS-i-Verteiler in Schutzart IP68/69k bewährt. Nur so lässt sich dauerhaft eine hohe Schutzart auch über viele Temperaturzyklen und eine lange Lebensdauer garantieren. Führungselemente im Ober- und Unterteil vermeiden eine Verpolung und ermöglichen die exakte Positionierung der Kontaktpins über den Adern des Flachkabels.

? Doppeltes Dichtkonzept

Die radial wirkende O-Ring-Dichtung und das Dichtkonzept um die vergoldeten Pins garantieren die Schutzart IP68/69k. (Archiv: Vogel Business Media)
Die radial wirkende O-Ring-Dichtung und das Dichtkonzept um die vergoldeten Pins garantieren die Schutzart IP68/69k. (Archiv: Vogel Business Media)

Durch die innen liegenden O-Ringe wird der äußere Druck reduziert. Reinigungsprozesse mit Dampfstrahler mit hohem Druck und unterschiedlichen Temperaturen sind für dieses Modul kein Problem. Die verwendeten Materialien sind beständig gegen Lösungs- und Reinigungsmittel.

Dr. Kern bringt es auf den Punkt: „Das G11-Modul ist rund, robust und hermetisch dicht.“

Die Mechanik ist kompakt, stabil und beständig

Mit 85 mm Durchmesser und 35 mm Höhe lässt sich das G11-Modul auch bei beengten Platzverhältnissen in jede Maschine integrieren. Dabei hilft die völlig beliebige Orientierung des Flachkabels aufgrund der runden Bauform. Mit nur einer zentralen Schraube wird das Modul angeschlossen und gleichzeitig montiert. Die runde Bauform und die massive Ausführung des Unterteils garantiert Trittfestigkeit. Das Unterteil kann über zwei massive M5-Schrauben befestigt werden.

Das Gehäuse besteht aus hochwertigem Polybutylenterephthalat-Kunststoff und aus Edelstahl. Somit sind Korrosion und Materialalterung kein Thema.

„Zur Kontaktierung des Flachkabels über Durchdringungstechnik setzt Pepperl+Fuchs seit Jahren auf qualitativ hochwerte Kontaktpins. Diese sind aus dem vollen gedrehte, hart vergoldet und extrem spitz. So wird einerseits vermieden, dass Einzeladern im Flachkabel beschädigt werden wie dies bei einfachen, dreieckförmigen Stanz-Biegeteilen der Fall ist. Außerdem wird durch die Vergoldung eine Langzeitbeständigkeit erreicht, die durch einen einfachen verzinkten Kontakt nicht gegeben ist. Auch die Stromtragfähigkeit ist mit 2 A pro Pin einsame Spitze“, beschreibt der Produktmanager.

Elektronik mit einzigartigen Leistungsmerkmalen

Eine Ausgangsüberlast wird mit einer roten LED direkt am betroffenen M12-Port angezeigt. (Archiv: Vogel Business Media)

Das Herz schlägt im Inneren des hermetisch abgedichteten Oberteils und entspricht der neuesten AS-i Spezifikation 3.0. Dr. Kern: „Auch hier spürt man die Innovationskraft von Pepperl+Fuchs.“ Das Modul „befeuert“ die Ausgänge mit einem Summenstrom von mindestens 4 A und mit bis zu 2 A pro M12-Steckplatz. Ist ein Ausgang überlastet, greift der Überlastschutz und taktet den Ausgang zerstörungsfrei herunter, bis z.B. ein Kurzschluss beseitigt ist. „Einzigartig ist die Überlastanzeige mit einer roten LED am betroffenen M12-Steckplatz. Wo andere Module nur eine zentrale Anzeige haben, vermeidet das G11-Modul jegliches Suchen des Fehlers. Es ist sofort klar, welcher der vier Ausgänge betroffen ist und das Problem kann schnell beseitigt werden. So wird ein Anlagenstillstand möglichst kurz gehalten und die Fehlersuche vor Ort gespart“, so Dr. Kern weiter.

Mit der neuen AS-i-Generation AS-Interface POWER24 wird es möglich AS-Interface mit einem Standard-24V-Netzteil zu betreiben. Dazu sind im AS-i-Master und den Slaves technische Anpassungen nötig. Das G11-Modul entspricht bereits diesen neuen Vorgaben und ist damit eines der ersten Module auf dem Markt. Es arbeitet selbst bis zu einer Spannung von nur 18,6 V ohne Einschränkungen, um auch den Spannungsabfall über die Leitungslänge wegzustecken und versorgt trotzdem noch die angeschlossene Sensorik. Mit dem Modul kann daher auf ein spezielles AS-Interface-Netzteil verzichtet werden, da vielfach eine 24V-Versorgung im Schaltschrank ohnehin zur Verfügung steht.

Das G11-Modul hat Zukunft in vielen Anwendungen

AS-Interface G11-Modul: Flexibel in der Orientierung, perfekt in der Schutzart IP68/69k und mit Überlastanzeige mit roter LED direkt am betroffenen M12-Stecker. (Archiv: Vogel Business Media)

„Dieses intelligente G11-Modul entstand nicht allein aus dem technischen Know-how von Pepperl+Fuchs, sondern wurde auch getrieben durch die Wünsche führender Firmen aus der Lebensmittel-, Verpackungs- und Fördertechnik. Daher kamen die Wünsche nach flexiblen Einbau- und Anschlussbedingungen, der wir mit der kompakten Bauform, der völlig freien Orientierung des Flachkabels und der Anschlussoption für AS-i über M12-Stecker oder per Flachkabel mit Durchdringungstechnik Rechnung getragen haben. Dass dies in Schutzart IP68/69k und auch noch zu einem attraktiven Preis gelang war der letzte Kick für den Umstieg auf das G11-Modul und damit auch auf die Zukunft von AS-Interface POWER24 zu setzen“, fasst der Experte zusammen.

Der AS-i-Anschluss über M12-Stecker ist insbesondere bei abgesetzten Rutschen an Förderlinien von Vorteil. Musste bisher das Flachkabel entweder abgezweigt oder doppelt geführt werden, lassen sich solche Anwendungen sehr elegant mit dem AS-i/AUX Abzweigverteiler mit Kabelabgang und M12-Stecker lösen, die in vielen Längen verfügbar sind. So wird am Flachkabel die schnelle Durchdringungstechnik genutzt und das Modul einfach abgesetzt über M12-angeschlossen. Damit spart man bei der Leitungslänge des AS-i-Stranges die Hälfte an Länge und man muss sich keine Gedanken um die Dichtung eines offenen Flachkabelendes machen. Dr. Kern: „Einfach schnell installiert und Geld gespart.“

Pepperl+Fuchs

Tel. +49(0)621 7760

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