Kabel Mit RFID lernen Kabel sprechen

Redakteur: Ines Stotz

Mittels Radio Frequency Identification (RFID) lassen sich Daten ohne Berührung und ohne Sichtkontakt übertragen. „Nach umfangreichen Forschungen sind wir nun in der Lage, winzige RFID-Chips

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Mittels Radio Frequency Identification (RFID) lassen sich Daten ohne Berührung und ohne Sichtkontakt übertragen. „Nach umfangreichen Forschungen sind wir nun in der Lage, winzige RFID-Chips in ein Kabel oder Steckverbinder einzupflanzen. Die Chips sind individuell programmierbar, so dass für jeden Anwendungsfall die benötigte Information mittels eines Lesegerätes abgerufen und ins IT-System zur Weiterverarbeitung übertragen werden kann“, erklärt Siegbert Lapp, Vorstand der Lapp-Gruppe.

RFID-Chips und -Sensoren werden innerhalb der Produktion in das Kabel oder den Steckverbinder integriert. Die hohe Flexibilität und die mechanische Belastbarkeit bleiben dabei voll erhalten. Dadurch entstehen neue Einsatzgebiete, etwa im Bereich der Kabel und Steckverbinder für den Light & Sound Bereich. Durch den häufigen Auf- und Abbau der Bühnentechnik kommt es bei Veranstaltungen oft vor, dass Kabel und Stecker verschwinden und woanders wieder auftauchen. Dieses Problem ist durch die eindeutige Identifizierung mittels RFID gelöst. Mit einem RFID-Chip wird eine eindeutige Unternehmenszugehörigkeit definiert, Verwechslungen sind damit ausgeschlossen.

Bei Inventarisierung vorteilhaft

Auch bei der Inventarisierung ist RFID vorteilhaft. Aufgrund der großen Materialmengen bei den Kabeln und Steckverbindern steckt ein großer Aufwand im Handling dieser Produkte. Durch die Anbindung an ein Warenwirtschaftssystem mithilfe der RFID-Technologie werden die Prozesse im Lagermanagement deutlich optimiert. Vorteile: Manuelle Erfassungsfehler werden minimiert, die Prozesskosten sinken.

Da RFID-Transponder sowohl speicherfähig als auch wiederbeschreibbar sind, lassen sie sich auch als Datenträger für die Messprotokolle zur Überprüfung der Stromversorgung nutzen. Die jeweils aktuellen Messprotokolle werden dabei direkt auf das geprüfte Produkt gespeichert. Man hat somit jederzeit die Möglichkeit, an jedem Ort der Welt diese Daten abzurufen.

RFID-Sensoren entwickelt

Lapp Kabel hat neben RFID-Chips auch RFID-Sensoren entwickelt, die ebenfalls ins Kabel integrierbar sind. Mit diesen Sensoren können definierte Zustände eines Kabels ausgelesen werden. Dazu zählen z.B. die Temperatur- oder die Feuchtigkeitsmessung.

Siegbert Lapp: „Die Einsatzmöglichkeiten von RFID in der Kabel- und Steckverbindertechnologie sind sehr vielfältig. Wir sind heute in der Lage, unsere Produkte genau nach Kundenwunsch zum Sprechen zu bringen. Damit sind wir weltweit der einzige Anbieter mit diesem Know-how.“

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